Jungadler

Eishockey Trainer Frank Fischöder setzt in der neuen Saison auf eine extrem junge Mannschaft

Jungadler wieder die Gejagten

Archivartikel

Mannheim.Die Jagd auf die Jungadler beginnt: Am Wochenende startet die U 20 DNL Division I in die Saison 2019/20. Für den Titelverteidiger aus Mannheim warten zum Auftakt der Runde am Samstag (16.45 Uhr) und Sonntag (11 Uhr) in der Nebenhalle Süd der SAP Arena zwei Heimspiele gegen den EV Landshut.

Frank Fischöder tut sich unmittelbar vor dem Saisonstart schwer damit, die Stärke der anderen sieben Mannschaften in der Liga einzuschätzen. „Die Liga beginnt für alle Teams wieder bei null“, ist der 48-jährige Meistertrainer auf die neue Spielzeit gespannt. Mit dem Krefelder EV gibt es in dieser Saison ein neues Gesicht in der Liga, während der EC Bad Tölz sich nach der Relegationsrunde zur Division I als Absteiger in der Division II wiederfand.

Erkenntnisse über den Stand der Ligakonkurrenten konnte der 16-fache deutsche Nachwuchsmeister im Eishockey nur im letzten Vorbereitungsspiel am vergangenen Sonntag sammeln, als die Jungadler den letztjährigen Finalgegner Kölner Junghaie zu Gast hatten. „Dieses Spiel zu coachen, hat richtig Spaß gemacht, weil beide Mannschaften das Spiel machen wollten. Wir haben gut gespielt. Dass hinten die Null stand, war natürlich gut, nur vorn hätte ich mir dann doch mehr als unseren Siegtreffer zum 1:0 gewünscht“, bilanziert Fischöder. Trotz des für ein Eishockey-Spiel eher untypischen Resultats von 1:0 durfte sich der Coach an seinem Geburtstag über eine gute Vorstellung seiner im Schnitt 17 Jahre alten Truppe freuen.

„Wir haben zwölf neue Spieler in unseren Reihen. Nur Arkadiusz Dziambor und Fabrizio Pilu kann man da nicht ganz dazurechnen, weil sie schon in der vergangenen Saison regelmäßig Spiele für uns gemacht haben“, setzt Fischöder bei den Blau-Weiß-Roten wieder einmal auf ein sehr junges Team, dessen Kapitän Jan-Luca Schumacher am 30. August gerade erst seinen 18. Geburtstag feierte.

Spielerentwicklung das Hauptziel

„Die Jungs haben in der Vorbereitung schon gezeigt, dass sie gut und willig sind. Unser Ziel ist es auch in dieser Saison, wieder im letzten Saisonspiel mit dabei zu sein und es zu gewinnen, aber vornehmlich geht es natürlich darum, die Spieler weiterzuentwickeln“, behält der 48-Jährige den Ausbildungsgedanken trotz aller Punktehatz stets im Blick.

Mit Moritz Seider, der zurzeit beim NHL-Club Detroit Red Wings weilt, und Tim Stützle, der bei den Adlern Mannheim erste Ausrufezeichen gesetzt hat, sorgen zwei junge Spieler aus der Jungadler-Schmiede aktuell besonders für Furore.

Der Modus in der U 20 DNL Division I bleibt unverändert. Die besten beiden Teams nach der Hauptrunde stehen direkt im Play-off-Halbfinale („best of three“), während die Teams auf den Plätzen drei bis sechs die zwei weiteren Halbfinalisten ermitteln. Die Teams auf den Plätzen sieben und acht gehen in die Relegationsrunde mit den beiden besten Mannschaften der Division II.

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