Jungadler

Eishockey U-20-Team belegt beim renommierten MacPherson-Turnier in Toronto den vierten Platz / Topscorer Tim Stützle fällt verletzt aus

Lehrreiche Kanada-Reise für Jungadler

Archivartikel

Mannheim.Die Reise ins Eishockey-Mutterland hat den Jungadlern viele besondere Erlebnisse beschert. So war etwa die Halle beim Testspiel gegen die Listowel Cyclones, das die Mannheimer mit 7:6 nach Verlängerung gewannen, mit 2500 Zuschauern restlos ausverkauft – und auch der Besuch des NHL-Spiels zwischen den Toronto Maple Leafs und den Arizona Coyotes (2:4) wird den U-20-Spielern unvergessen bleiben.

Während die aus U 14 und U 17 gemischte Truppe der Jungadler Mannheim beim U-15-Hockey-Cup am Wochenende in der heimischen Nebenhalle Süd der SAP Arena vor den SC Langnau Young Tigers aus der Schweiz den Turniersieg holte, nahm das DNL-U-20-Team zeitgleich am renommierten MacPherson-Turnier des St, Andrew’s College in Aurora im Großraum Toronto teil und wurde dabei Vierter.

„Da ist uns schon ein wenig zum Verhängnis geworden, dass wir zu wenig aus unseren Torchancen gemacht haben – und im Gegensatz zur deutschen Liga wurde hier in Kanada jeder unserer Fehler sofort bestraft“, berichtete U-20-Headcoach Frank Fischöder auch mit Blick auf das Spiel um Platz drei gegen die Salisbury School aus Connecticut (USA). In diesem Duell brachte DEL-Förderlizenzspieler Louis Brune die Jungadler im ersten Drittel mit 1:0 in Führung. Im Schlussabschnitt ermöglichten leichtfertige Abspielfehler dem US-Team einen 4:1-Sieg.

Liga-Heimspiele gegen Landshut

Im vergangenen Jahr gelang den Blau-Weiß-Roten noch der Finaleinzug – und dieser wäre erneut möglich gewesen, doch im Halbfinale unterlag man dem Ausrichter und späteren Turniersieger St. Andrew’s College knapp mit 4:5. Bereits im ersten Vorbereitungsspiel auf das Turnier war man dem St. Andrew’s College mit 2:4 unterlegen. „Das waren alles sehr enge Spiele – und genau das ist ja der Grund, warum wir nach Kanada reisen. Auf der kleineren Eisfläche spielen sie dort vielleicht nicht das technisch schönste Eishockey, aber du hast nicht so lang Zeit, zu überlegen“, fand Fischöder, dass seine Jungs auf der zweiwöchigen Reise gerade in Sachen Handlungsschnelligkeit einiges lernen konnten. Das bekam DNL-Topscorer Tim Stützle zu spüren, der beim 6:3-Testspielsieg bei den Central Ontario Wolves schmerzhafte Erfahrungen machte.

„Er hat einmal einen Schlenker zu viel gemacht und dann hing er schon in der Bande. Danach ist er leider verletzt ausgefallen. Für unsere beiden Liga-Heimspiele gegen den EV Landshut am Samstag (16.45 Uhr) und Sonntag (11 Uhr) wird das nicht reichen, denn im Moment gehen wir davon aus, dass Tim uns zwei bis drei Wochen fehlen wird“, bedauert Fischöder.

Auch ohne ihren Topscorer erwischten die Kufencracks aus Mannheim einen ordentlichen Auftakt ins MacPherson-Turnier, als man in einer Neuauflage des Finales von 2018 zunächst gegen Titelverteidiger Edge School aus dem Raum Calgary ein 2:2 holte, es folgte ein 2:0-Sieg gegen die Northwood School aus Lake Placid (US-Bundesstaat New York), bevor man im letzten Gruppenspiel der Shattuck St. Mary’s School aus Minnesota (USA) mit 2:6 unterlag.