Jungadler

Eishockey Jungadler-Kapitän Jan-Luca Schumacher wechselt als DNL-Topscorer nach Heilbronn

Neustart bei den Falken

Mannheim.Eigentlich hätte spätestens am Sonntag der neue Deutsche Meister in der Play-off-Finalserie „Best of three“ der U 20 DNL Division I gekürt werden sollen. Doch bereits am 10. März gab der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) bekannt, dass der Spielbetrieb angesichts der Corona-Pandemie vorzeitig eingestellt wird. Somit blieb auch Jungadler-Kapitän Jan-Luca Schumacher die Chance versagt, seinen 14 Toren und 45 Vorlagen weitere Scorerpunkte folgen zu lassen. Mit seinen 59 Scorerpunkten war Schumacher in der Hauptrunde Topscorer. Aber anstatt in den Play-offs auf Titeljagd zu gehen, befindet sich der 18-jährige Stürmer nun zu Hause bei der Familie in Essen.

„Es gibt ja keinen Spielbetrieb und auch keinen Trainingsbetrieb mehr. Auch das Internat in Mannheim wurde wegen des Coronavirus erst mal geschlossen und wir wurden nach Hause geschickt. Man hält jetzt noch über die sozialen Medien Kontakt zu den Jungs aus der Mannschaft – vor allem natürlich über unsere WhatsApp-Gruppe“, berichtet der gebürtige Essener, der 2017 vom Krefelder EV zu den Jungadlern nach Mannheim wechselte.

Krafttraining statt Play-offs

Statt Play-offs heißt es für „Schumi“, wie ihn seine Teamkollegen nennen, nun Krafttraining in den eigenen vier Wänden zu betreiben und draußen Joggen zu gehen. „Wir haben in der Hauptrunde hart dafür gekämpft, mit Platz zwei in der Play-off-Halbfinalserie den Heimvorteil zu haben. Nachdem die ersten beiden Partien der ersten Runde ausgetragen wurden, haben wir natürlich gehofft, dass wir spielen können. Es ging dann aber alles sehr plötzlich“, sagt Schumacher, der mit dem Mannheimer Eishockey-Nachwuchs eigentlich am 17. März mit der Halbfinalserie „Best of three“ ins Play-off-Geschehen eingestiegen wäre.

Dass es nun keinen Meister gibt, findet Schumacher richtig. „Im Eishockey wird der Meister nun mal in den Play-offs ermittelt“, unterstreicht „Schumi“, der dieser Saisonphase aber etwas nachtrauert. „Natürlich steht die Gesundheit über allem. Die Frage ob eine Austragung der Play-offs in der DNL ohne Zuschauer und unter strengen Vorkehrungen für den Gesundheitsschutz vielleicht doch möglich gewesen wäre, beschäftigt einen aber dann doch“, meint der Youngster. „Für einen Eishockeyspieler sind die Play-offs nun mal die schönste Zeit im Jahr. Leider haben wir aktuell aber insgesamt gerade alle keine schönen Zeiten“, hofft der Jungadler-Kapitän auf ein möglichst baldiges Ende der Corona-Pandemie.

Bereits am 8. März bestritt der junge Angreifer mit dem Hauptrundenabschluss damit sein letztes Spiel im Jungadler-Trikot. Nun führt der Weg zu den Heilbronner Falken in der DEL 2, für die er in der abgelaufenen Spielzeit schon achtmal auflief. „Die Sommervorbereitung werde ich ab dem 27. April aber noch gemeinsam mit der U 20 der Jungadler absolvieren – sofern sie denn überhaupt stattfinden kann“, sagt Schumacher mit Blick auf die unsichere nähere Zukunft.

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