Käfertal

Käfertal Heringsessen der Fröhlich Pfalz

Ärger über Platzvergabe beim Fasnachtsumzug

Archivartikel

Die Tränen der Narren liefen fast endlos, und das laute und theatralische Schluchzen der Fasnachter der Fröhlich Pfalz war schon aus weiter Entfernung zu hören: Im Vereinsheim in der Galvanistraße fand die „Beisetzung“ der närrischen Zeit statt.

Thomas Friedel von der Ranzengarde stellte Gott Jokus dar, der auch auf dem Jahresorden des Vereins zu sehen ist: „Ein sachtes Monnem Ahoiluja ich Euch zurufen darf, weil ma des ab Aschermittwoch nicht mehr sagt“, begann Gott Jokus, der die Kampagne in seiner Rede mit allen Höhen und Tiefen Revue passieren ließ: „So blicke ich auf die Kampagne, die zu Ende geht. Die Fröhlich Pfalz war widda wunderschää.“

Ganz theatralisch wurde es dann, als der Leichenzug Einzug hielt: Die Elferräte bugsierten die tote Fasnacht – verkörpert vom leichenhaft geschminkten Sascha Vitello – herbei. Thomas Friedel, der auch die Rolle des Fasnachtspfarrers übernahm, bedauerte in seiner Rede nochmals den Verlust der Fasnacht: „Dieser Tod soll nicht das Ende bedeuten, wir hoffen auf eine Fasnachtsauferstehung am 11.11. im Jahre des Herrn 2019.“ Aus diesem „fundamentierten“ Glauben schöpfen die Narren der Fröhlich Pfalz Hoffnung, Trost und Zuversicht auf die neue Kampagne, erklärte „Pfarrer“ Thomas Friedel.

„Von uns war nichts zu sehen“

Vorstand Dietmar Beck begrüßte unter den Gästen Ehrenmitglied Hans Eppel, Senatorin Helen Heberer und Peter Hofmann, Vorstand des Reitervereins Mannheim. In seiner Rede beklagte sich Beck über die Platzvergabe beim gemeinsamen Umzug der Städte Mannheim und Ludwigshafen. Seinem Ärger über die Übertragung des Zuges machte er Luft: „Alle, die Werbung für irgendwas machten, wurden gezeigt, von uns war nichts zu sehen.“

In der voll besetzten Halle, eigentlich eine Garage für Reisebusse, ließen sich die Gäste die Heringe bei feierlicher Stimmung schmecken.