Käfertal

Käfertal Großes Interesse an Info-Veranstaltung der CDU / Kritik an den geplanten Gebäudehöhen der Wohnbebauung auf Spinelli

Anwohner fühlen sich „zugemauert“

Archivartikel

Wo sollen die Besucher des Neubaugebietes parken? Was passiert mit der Kanalisation in Käfertal-Süd? Wie soll ein schlüssiges Schulkonzept aussehen? Diese und viele weitere Fragen tauchten beim Bürgergespräch der CDU Käfertal zur geplanten Bebauung auf Spinelli in Käfertal-Süd auf. „Ein deutlicher Beleg dafür, dass man aus der Bürgerschaft heraus berechtigterweise Antworten auf die offenen Fragen von Seiten der Stadt erwartet, bevor mit Beschlüssen Fakten geschaffen werden“, so der Ortsverbandsvorsitzende Michael Mayer.

Stadtrat Konrad Schlichter gab den knapp 70 anwesenden Bürgern eine kurze Einführung in die Thematik und erläuterte, welchen Zwängen die Stadt beim Kauf der Grundstücke von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BiMA) unterworfen ist. Schlichter nannte die Eckdaten zur Entwicklung des Grünzuges, der Bundesgartenschau und des Wohnungsbaus. Bereits hier gab es die ersten Fragen nach den Parkplätzen der Buga und der Lenkung der Verkehrsströme. Auf das Klimagutachten ging CDU-Bezirksbeirat Georg Herrmann ein. Er stellte heraus, dass im Klimagutachten 2013 eine Bebauung mit maximal drei bis vier Stockwerken empfohlen werde. Dies steht im Gegensatz zu den Planungen der Stadt, was für Unmut bei den derzeitigen Anwohnern führt, die sich durch noch höhere Gebäudeplanungen „zugemauert“ fühlen. Es wurde die grundlegende Frage von mehreren Bürgern in den Raum gestellt, warum man nicht mehr Einfamilienhäuser plane. Diese Forderung hatte auch die CDU erhoben.

Die Planung einer Straßenbahnlinie durch den Bäckerweg wurde von vielen Käfertalern ebenso kritisch gesehen wie ein bisher fehlendes schlüssiges Verkehrskonzept. Hierauf gingen Konrad Schlichter und Bezirksbeirat Michael Mayer ein. Für die CDU sei klar, dass man einer Planung nur zustimmen könne, in welcher auch die zukünftig anwachsenden Verkehrsströme schlüssig und klar berücksichtigt würden. Eine Reduzierung des Stellplatzschlüssels werde abgelehnt.

Chris Rihm erläuterte die Positionierung der CDU zur Schulinfrastruktur und insbesondere die aus CDU-Sicht zwingend notwendige Schaffung einer weiterführenden Schule auf Käfertaler Gemarkung. Als perspektivisch bald zweitgrößter Mannheime Stadtteil forderte er im Namen der CDU Käfertal die Neuerrichtung eines Schulzentrums oder einer weiterführenden Schule vor Ort. Gegebenfalls müsse man sich auch Gedanken über eine Verlagerung des Geschwister-Scholl-Schulzentrums machen, so Rihm.

Der anschließenden intensiven Diskussion war zu entnehmen, dass die Bürger von Seiten der Stadt mehr Informationen hätten, sie wollen gehört werden und wünschen sich eine intensive Begleitung während des Planungsprozesses. dir/red