Käfertal

Käfertal Bei der offiziellen Eröffnung des neue HeARTBeat-Studios der Younity Mannheim zeigen junge Talente ihr Können

Das eigene Potenzial ausleben

Ihre Texte sind sehr persönlich – es geht um Liebe, Freundschaft und Toleranz, aber auch um Heimat und Identitätssuche: Bei Younity Mannheim, einem Kooperationsprojekt vom Kulturhaus Käfertal und der Who am I Creative Academy, lernen Jugendliche, sich über die Musiksprache des Rap auszudrücken. Da das Kulturhaus derzeit renoviert wird, brauchte die Younity Familie ein neues Zuhause -das fand sie in den Räumen der ehemaligen amerikanischen Grundschule in Benjamin Franklin Village.

In einem Ferienprojekt, an dem sich zahlreiche Helferinnen und Helfer beteiligten und das vom Kulturamt Mannheim, dem Bezirksbeirat Käfertal, der MVV Energie AG und weiteren Förderern unterstützt wurde, konnte die Einrichtung des HeART Beat-Studios realisiert werden. In drei Studioräumen werden sich die Jugendlichen jeden Donnerstag von 17-21 Uhr treffen und gemeinsam texten, rappen, singen und tanzen. Im professionell eingerichteten Tonstudio können sie ihre Musik aufnehmen, ein Konzertraum mit Bühne ermöglicht es ihnen, vor Publikum aufzutreten.

„Ich bin sehr stolz darauf, was unsere Helferinnen und Helfer geleistet haben. Ohne euch wäre das nicht möglich gewesen“, dankt die Vorsitzende der Interessengemeinschaft Käfertaler Vereine (IGKV) und Leiterin des Kulturhauses, Ute Mocker, den vielen Jugendlichen, Eltern und Freunden, die während des Ferienprojekts die Räume renoviert und das Studio eingerichtet hatten. „Brauchen wir ein Profi-Studio?“, fragt Tobias Schirneck, Leiter der Rapschule Who am I, um die Frage dann selbst zu beantworten: „Ganz klar: Ja! Denn unsere Jugendlichen musizieren auf sehr hohem Niveau.“

Demokratische Grundwerte

Schirneck selbst ist Berufsmusiker und ausgebildeter Sozialarbeiter. Ziel von Younity Mannheim ist es, zur Vermittlung demokratischer Grundwerte, kultureller Vielfalt und einer friedvollen Gesellschaft in Mannheim und der Region beizutragen. Mit Musik, Texten, Tanz und einer gemeinsamen Sprache sollen die jungen Menschen ihr eigenes Potenzial entdecken und ausleben können. „Rap ist für uns sozialarbeiterisches Werkzeug“, so Schirneck. Doch neben der pädagogischen Funktion gehe es auch um ein künstlerisches Produkt, mit dem die Jugendlichen sich identifizieren und auf das sie stolz sein können.

Wie gut das funktioniert, zeigen sie auch bei ihren Auftritten im Rahmen der Einweihungsfeier: Texte, die unter die Haut gehen, kombiniert mit coolen Beats und starken Performances. Den dicken Applaus der Gäste haben sich die jungen Musiker mehr als verdient.