Käfertal

Käfertal Franklin Factory thematisiert die Versorgung mit Betreuungs-, Bildungs- und Nahversorgungseinrichtungen im Wohnquartier

Digitale Vernetzung der Angebote

Archivartikel

Unter der Überschrift Franklin Factory wollen die Verantwortlichen der MWS Projektentwicklungsgesellschaft durch einen Mix aus Kulturangeboten und Mitmachaktionen die Bürgerschaft über die Entwicklung des Benjamin Franklin Village auf dem Laufenden halten. Als Wohnstandort soll das Quartier auf dem ehemaligen Kasernengelände als eigenständiger Stadtteil mit Kindergärten, Schulen und Nahversorgungseinrichtungen vor allem in seiner Nachhaltigkeit überzeugen.

Welche Angebote den ersten 300 Bewohnern bereits heute zur Verfügung stehen, beantwortete jetzt eine neue Ausgabe der Veranstaltungsreihe in der Turnhalle der ehemaligen Grundschule. Für den kulturellen Rahmen sorgte dort ein Auftritt des Duos „Sons e Cores“. Im Mittelpunkt stand jedoch vor allem das von der MVV gesponserte Angebot an elektrisch betriebenen Rollern und Carsharing-Autos der Mobilitätsmanagementgesellschaft Blue Village Franklin mobil.

Rote Fahrzeugflotte

Feuerrot kommt die Fahrzeugflotte daher. „Sie wird mit der Zahl der Bewohnerschaft wachsen“, erklärte Oliver Leicht. Schon heute stünden zehn Roller (mit einer Maximalgeschwindigkeit von 45 km/h) und drei Autos zur Verfügung, so der Mitarbeiter der Mobilitätsmanagementgesellschaft. Wer wollte, konnte selbst eine Probefahrt auf zwei oder vier Rädern an diesem Tag absolvieren. „Die Roller sind eher für die Mobilität innerhalb des Quartiers gedacht“, wie Leicht berichtete. Die Standorte für die Ausleihe würden im Quartier verteilt werden.

Auch die Tarife stehen schon fest. Eine Stunde kostet 2,90 Euro. Für 16 Stunden werden 39,90 Euro fällig. Der Zahlungsprozess sei komplett digitalisiert und damit vollkommen transparent, informierte Julia von Eseweck von Franklin Mobil. Für Vielnutzer sei eine Flatrate oder ein Credit System denkbar, fügte ihr Kollege Andreas Mattolat hinzu. Durch effizientes Fahren sei es den Nutzern sogar möglich, die Batterie der Fahrzeuge aufzuladen. Für die Zukunft sei eine Flotte mit bis zu 20 elektrisch betriebenen Fahrzeugen angedacht, so Oliver Leicht. Darüber hinaus werde es die Möglichkeit geben, einen Kleintransporter zu mieten, der auch Menschen mit Behinderung oder eingeschränkter Mobilität zur Verfügung stünde.

Alle Informationen können die Bewohner zukünftig auf einer eigenen App abrufen. „Diese funktioniert 24 Stunden an sieben Tagen der Woche“, betonte Andreas Mattolat. Die Nutzung der eigens für die Bewohnerschaft zur Verfügung stehenden Anwendung sei kostenfrei, wie er betonte. Für das Quartier stünde darüber hinaus ein soziales Netzwerk zu Verfügung, über das die Bewohner untereinander kommunizieren könnten.

„Der Aufwand lohnt sich“, glaubt Andreas Mattolat. „Wir wollen damit nachbarschaftliche Werte und eine proaktive Quartierentwicklung unterstützen“, wie er hervorhob. Denn wer sich einigele, der lebe nicht nachhaltig. „Auf diese Weise können sich die Bewohner gleichfalls über das Angebot an Kitas oder Schulen in ihrem Umfeld informieren“, wie er unterstrich. Darüber hinaus sei es lokalem Gewerbe möglich, sich auf diese Weise zu präsentieren. „Von der Englisch-Nachhilfe bis zum quartierinternen Friseursalon ist dann alles dabei“, zeigte sich Julia von Eseweck überzeugt. „Heute schon sind die Laufgruppe sowie das Boulderhaus mit einer Anzeige präsent“, so die Mitarbeiterin von Franklin Mobil.