Käfertal

Käfertal Der „Begge Peder“ zu Gast im DJK-Gemeindezentrum

Hausmeister auf Abschiedstournee

Das DJK-Gemeindezentrum war mit über 300 Gästen gut besucht, als der Hausmeister „Begge Peder“ extra aus Hessen nach Käfertal gereist war, um mit derben Witzen nur so um sich zu werfen. „Wann gibt es ein ’Best Of’? Wenn man beschließt, aufzuhören“, sagte ein ernster Peter Beck, bevor er Hausmeisterkittel, Hut, Brille und „Zahnraffel“ anzog. „Ich war 2012 das erste Mal in Mannheim, das wird meine letzte Runde.“

Beck, der aus Bad Schwalbach stammt, tritt seit 1996 als „Begge Peder“ auf, oft auf Karnevalssitzungen – etwa in der Mainzer Fastnacht. Auf Tournee war er mit sechs Programmen, aus denen er schließlich das „Best Of“ zusammenstellte. „Ich bin aus Blödsinn Komiker geworden. Mit einem befreundeten Zahnarzt hatte ich die Idee für diese Zähne. Als ich sie zum ersten Mal anprobierte, lagen wir beide vor Lachen unterm Tisch.“

Im Kostüm ein anderer Mensch

Kaum trägt Beck sein Kostüm, ist er ein komplett anderer Mensch. Und das Hessisch nimmt schlagartig zu. Feingefühl? Kennt der „Begge Peder“ nicht. Er ist der fiese Hausmeister, der bei falsch parkenden Mercedes-Fahrern den Stern abknickt. Und überhaupt: Autos, vor allem SUVs. „99 Prozent dieser Autos sehen nicht einmal einen staubigen Feldweg. Man braucht aber einen SUV, denn wenn man durch Mannheim fährt, könnte einem eine Büffelherde entgegenkommen.“

Und was bedeutet es, wenn im Verkehrsfunk von „Gegenständen auf der Fahrbahn“ die Rede ist? Dann hat einer sein Ikea-Regal mit „Worschdkordel“ auf dem SUV festgebunden, und dieses ist abgerutscht. Die Tischmanieren des Begge Peder lassen natürlich auch zu wünschen übrig. Beim „Fontü“ sieht er den Teller mit den kleinen Fleischstücken und bittet seine Frau: „Mach mal ä Pund“, beim Baguette wirf er stets den Mittelteil weg, da er glaubt, die Franzosen hätten es unterm Arm transportiert.

Er will immer alles besser wissen und entlarvt sich am Ende stets selbst als der Dumme. In der Stille des Wartezimmers beim Arzt lässt er einen „Bumbes“ fahren, und wenn er duscht, zieht er den Duschvorhang vor die Duschwand, damit er die nicht putzen muss. Natürlich lästert er über seine Bekannten, die sich mit der neuesten Technik eingedeckt haben. „De Günther hat ä Handy ohne Knöpp. Fotografiere klappt net gud: Er hat de Fotospeicher voll mit Bilder, wo nur Ohre druff sin. Un sei Dochter Melanie hat a Deppeszepter“ – womit eine Selfie-Stange gemeint ist. Dem Publikum gefielen die derben Sprüche gut, was man am anhaltenden Lachen feststellen konnte. kge