Käfertal

Käfertal Erstmals seit Jahren wieder exotische Nacht im Trommelpalast

Im Rhythmus des Dschungels

Archivartikel

Mit exotischen Geräuschen des Dschungels begrüßten die Musiker ihre Gäste zur Trommelnacht. Dazu waren sie an verschiedenen Stellen im Trommelpalast verteilt und erzeugten mit diversen Instrumenten immer lauter werdende Regen- und Tiergeräusche. Und plötzlich stiegen auch die bereits auf der Bühne wartenden Trommler mit ein. Auch die Zuschauer nahmen den Rhythmus auf, klatschten oder tanzten.

Gero Fei, Mitbegründer des Trommelpalastes und Initiator der Percussion-Szene des Rhein-Neckar-Deltas, hüpfte bereits ausgelassen vor den anderen Musikern, während er immer wieder Akzente mit seiner Trillerpfeife setzte. Nach dem Auftakt begrüßte Fei die zahlreichen Gäste. Die letzte Trommelnacht habe in den 1990er Jahren stattgefunden, deshalb sei es nun wieder einmal an der Zeit. So habe er sich entschlossen, ein paar Freunde einzuladen und einen schönen Abend zu haben. Er kündigte ein buntes Programm an, mal laut und auch mal leise.

Begeisterte Zuschauer

Und genau das sollte auch folgen. Ein Solo von Nii Ashitey Nsotse aus Ghana, dann wieder gemeinsam mit der Samba-Truppe Tropamin. Die Zuschauer zeigten sich begeistert, applaudierten lautstark. „Wir sind jetzt im Dschungel und haben kein Benzin, also spiele ich und ihr tanzt“, sagte Nsotse, bevor er erneut einen Einzelpart spielte. Er wolle für Spaß und gute Stimmung sorgen.

Dann begann er zu singen, pausierte immer wieder und sprach zu den Gästen, animierte sie zum Mitmachen. „Solelele solalalala“ sangen alle gemeinsam und klatschten. Anschließend zunächst ein Solo von Fei mit dem Berimbau, einem bogenartigen Instrument mit einer Saite und einem Klangkörper, das er selbst bei einem Urlaub in Brasilien kennengelernt habe, bevor gemeinsames brasilianisches Trommeln beim Karnevalssamba folgte. Dass die Stücke fest durchgeprobt sind, merkte man kaum, denn die Freude der Musiker und Elemente, wie das Umherschwenken der Trommeln, ließen das Musizieren spontan und intuitiv wirken.

Nach einer kurzen Pause – die Musiker waren bei den schnellen Bewegungen ins Schwitzen geraten – startete die Truppe ins zweite Set. Nun durfte Roberto Santamaria zeigen, dass er in die „Fußstapfen seines legendären Onkels Mongo Santamaria getreten ist“, wie Fei ihn ankündigte. Der Kongospieler, der bereits seit zehn Jahren in Tübingen wohne, zeigte, was mit den Trommeln möglich ist.

Finale für das Publikum

Laut und leise, schnell und langsam, mit der flachen Hand und dem Ellenbogen. Zum Schluss gab es noch einmal eine gemeinsame Karnevalsmelodie, bevor der Abend mit einer Trommelaktion für das Publikum endete. red/scho