Käfertal

Käfertal Neuer Kunstrasenplatz im Kinder- und Jugendheim St. Josef ab sofort ganzjährig bespielbar / 25 000 Euro an Spenden

Jugend muss nicht länger ins "Schlammloch"

In einem festlichen Rahmen und mit viel Optimismus für die Zukunft wurde jetzt der neue Kunstrasenplatz im katholischen Kinder- und Jugendheim St. Josef eingeweiht. Tore können ab sofort zu jeder Jahreszeit und unabhängig von der Wetterlage erzielt werden. Bereits am Adventsbazar im vergangenen Jahr hatte es den Startschuss für das Projekt "Grün für St. Josef" gegeben. Es sei ja kein Zustand gewesen, dass nach jedem Regenguss der Platz für mehrere Tage für den Nachwuchs nicht mehr bespielbar war, meinte Einrichtungsleiterin Inge Groos.

"Da das Gelände tiefer liegt, konnte das Wasser schlecht abfließen", erläuterte sie. Zurück sei ein riesiges Schlammloch geblieben. Diese Tage gehören ab sofort der Vergangenheit an. "Nachdem viele Spendenaktionen in den sechs Gemeinden der Seelsorgeeinheit Maria Magdalena stattgefunden haben, konnte der Kunstrasenplatz nun fertig gestellt werden", freute sich Groos. Insgesamt seien 25 000 Euro an Spenden, darunter auch Einzelspenden, eingegangen, wie Petra Weber berichtete. Das erste Mal sei der Platz bereits am Schulabschlussfest vor ein paar Monaten in Betrieb genommen worden, so die stellvertretende Heimleiterin.

Das Duo Groos und Weber bedankte sich bei allen Sponsoren und Unterstützern. "Auch der Bezirksbeirat hat uns bei der Realisierung des Projekts geholfen", erklärten beide. Ohne dieses Engagement wäre der Bau des Kunstrasenplatzes nicht möglich gewesen, so Groos. "Ehrlich gesagt, hatten wir nicht gedacht, dass wir solch eine Spendenlawine lostreten würden", freute sie sich über die große Resonanz. Vor allem der Verkauf der Rasenstücke für fünf Euro im Anschluss an die Gottesdienste sei ein voller Erfolg gewesen, wie die Verantwortlichen bestätigten.

Ein großes Dankeschön ging ebenso an Christoph Diehl vom Arbeitskreis Heimat der Seelsorgeeinheit, der die Planung zum Platzbau initiiert und realisiert hatte. "Wir konnten die Kosten im Rahmen halten, dass auch noch Geld für Trikots und Bälle übrig ist", berichtete er. Den Segen für den neuen Kunstrasenplatz gab es von Pfarrer Lukas Glocker. "Wir sind stolz, dass so viele Besucher heute gekommen sind", meinte er.

Immerhin bildete das Spiel des Teams St. Josef gegen die Mannschaft der Seelsorgeinheit einen weiteren Höhepunkt der Veranstaltung. St. Josef- Trainerin Stephanie Krupp hatte mit Vorfeld extra trainieren lassen. In Zukunft solle es ein regelmäßiges Trainingsangebot geben. "Vor allem unsere unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge sind schon Feuer und Flamme für den Fußball", freute sich Petra Weber.

Begeisterung entfachte gleichfalls der Auftritt der St. Josef-Band "Unusual Journey" unter der Leitung von Zacharias Zschenderlein. Bereits zuvor hatte der Kinderchor unter Leitung von Anje Maugerie den Ball musikalisch fliegen lassen. Bei weiteren Spielaktionen, einem Barfußpfad sowie beim Ponyreiten konnte der Nachwuchs sein Geschick unter Beweis stellen. Mit einem weinenden Auge wurde dagegen Lukas Glocker verabschiedet. Wie berichtet, geht der beliebte Pfarrer als Dekan nach Bruchsal.