Käfertal

Käfertal/Feudenheim SPD-Politiker suchen bei ihrer Sommertour direkten Kontakt zu den Bürgern / Nach mehr als 1500 Gesprächen treten klare Schwerpunkte hervor

Kita-Plätze und Verkehr an vorderster Stelle

An 80 Türen in der Straße Korbangel hat die SPD Käfertal gemeinsam mit dem SPD-Fraktionsvorsitzenden Ralf Eisenhauer geklopft und die Bürger gefragt, was die Menschen in Käfertal bewegt. 18 Prozent der Gefragten gaben an, dass die Kinderbetreuung ganz oben auf der Agenda der Stadt stehen sollte. Zehn Prozent nannten bezahlbarer Wohnraum, acht Prozent Sauberkeit und Sicherheit sowie fünf Prozent Mobilität, Arbeitsplätze und Pflege vor Ort als wichtigste Anliegen.

Erschrocken über hohe Mieten

Auf ihrer „Wir müssen reden“-Tour erlebten die Kommunalpolitiker bei ihren Hausbesuchen viele außergewöhnliche und unverstellte Momente. Eisenhauer und seine Mitstreiter vom SPD-Ortsverein wollten ganz genau wissen, was ihre Mitbürger bewegt, welche Sorgen sie haben und was sie sich für ein gerechteres Mannheim und für ein gerechteres Land wünschen. Sascha Päschl aus Osnabrück lebt seit Anfang des Jahres in Mannheim. Es sei nicht einfach gewesen, eine Wohnung zu finden. Er sei erschrocken über die „Hochpreisigkeit“. Positiv findet Päschl hingegen den guten ÖPNV-Anschluss.

Susann Jackson findet vor allem „Jobs für die Menschen, insbesondere für niedrig qualifizierte Arbeitskräfte“ wichtig. Beate Gentner wünscht sich eine bessere Kinderbetreuung. Susanne Just meinte, die Stadt müsse mehr gegen die Verschmutzung von Straßen und Spielplätzen durch Hundekot tun. Werner Scheufler bemängelte den Abriss der Theodor-Heuss-Schule im Wohnbereich. Die Turnhalle sei von vielen Vereinen genutzt worden. Davut Daglioglu wünscht sich eine bessere Bezahlung der Pflege-und Kinderbetreuungskräfte. Bernhard Nowack bemängelte den schlechten Straßenbelag auf dem Speckweg. Sarah Deskovski äußerte Bedenken wegen gestiegener Kriminalität.

Die Kommunalpolitiker erlebten auch manche Überraschung. „Ich finde es cool, dass sie vorbeikommen“, mit diesen Worten empfing Thorsten Bertsch Stadtrat Eisenhauer und Ursula Schönfelder. Gerhard Lentz fand es „sehr positiv“, dass die SPD auf die Menschen zugeht. „Der persönliche Dialog ist wichtig, damit das Miteinander funktioniert“, betonte er.

Die Ortsvereinsvorsitzende Melanie Seidenglanz war überrascht über die vielen verschiedenen Nationalitäten der hier wohnenden Menschen. Der persönliche Dialog ist ihr wichtig und sei vom Ortsverein auch schon immer gepflegt worden. „Einerseits bekommen wir mit, was bei uns in Käfertal wichtige Themen sind, andererseits lohnt es sich, die Menschen auch ganz direkt nach ihrer Meinung zu fragen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen“, sagte sie. Deshalb freute sich die SPD Käfertal über die vielen guten Gespräche an den Haustüren. Eisenhauer fügte hinzu, dass die SPD mit solchen Gesprächen schon früher positive Erfahrungen gemacht habe.

Nach mehr als 1500 Hausbesuchen hat sich in Mannheim der Komplex Mobilität / Verkehr / Nahverkehr als dringlichstes Thema herauskristallisiert. 15 Prozent der Befragten stuften Lösungen für eine bessere Mobilität als wichtigsten Punkt ein, gefolgt von bezahlbarem Wohnraum und Kinderbetreuung mit jeweils 13 Prozent. Beim Rundgang durch Feudenheim setzten sogar 29 Prozent der Befragten die Wohnungspolitik ganz oben auf die Agenda der Stadt. „Uns ist wichtig, dass Wohnen in Mannheim für alle Bevölkerungsschichten bezahlbar ist“, betont hierzu Ralf Eisenhauer. Wohnungen sollten überall dort entstehen, wo dies möglich sei, wobei die 30-Prozent-Quote für bezahlbares Wohnen ohne Ausnahme umgesetzt werden müsse. Zweit wichtigstes Thema in Feudenheim ist die Kinderbetreuung. „Wir setzen uns für einen zügigen Ausbau ein“, meint der Feudenheimer SPD-Vorsitzende Christian Schultze.