Käfertal

Käfertal Adventliche Aufführung mit dem Celebration Gospel Choir in der Unionskirche

Kräftig geklatscht und gesungen

Archivartikel

Die Unionskirche in Käfertal konnte die vielen Konzertbesucher kaum fassen. Sogar die Emporen waren belegt beim adventlichen Gospelkonzert vom Celebration Gospel Choir aus Wallstadt mit seinen fast 60 Sängern und einem professionell agierenden Musikerduo. Ein grandioses Musikerlebnis, das Gospelmusik-Anhänger aus ganz Mannheim nach Käfertal lockte.

Nach einer halbjährigen Probenzeit stellte der Gospelchor nun sein Können unter Beweis. Chorleiterin Anne Westrich hatte die motivierte Truppe zu einer Gemeinschaft geformt und zu sängerischen Höchstleistungen angespornt. Das Adventskonzert unter dem Titel „Morgen Kinder wird‘s was geben, yeah!“ begeisterte mit Ausstrahlungskraft und Dynamik schon vom ersten Takt an das Publikum. Stehende Ovationen und Zugaberufe nach mehr als zwei Stunden Gospelchor und Sologesang waren gebührender Lohn für die Akteure.

Gesang, der unter die Haut geht

Stimmungsvoll – zur Musik von Joe Völker (Piano) und Cris Gavazzoni (Percussion) - war der Kircheneinzug des Chores. Das ergreifende, von sechs Solisten a capella gesungene „Es ist ein Ros‘ entsprungen“ ging gleich unter die Haut. Dass sie den Gospel im Gefühl haben, zeigten die Sänger des Wallstadter Chores sogleich mit dem rockigen ersten Titel „Ain‘t no rock“. Dieses „Feeling“ übertrug sich schon nach den ersten Takten auf das Publikum, das sich von Beginn an von der begeisternden Darbietung des Chors mitreißen ließ. Die Freude über die schwungvollen Songs sprühte den 60 Akteuren aus den Augen.

Und diese Freude sprang auf die mehr als 400 Besucher über. Kaum ein Zuhörer, der bei den populären Liedern „Sing“ oder „Holy one“, bei „If I need a reason to praise the Lord“, „Mary, did yo know“ (mit einer herausragenden Solistin Claudia Maier) oder „A brighter day“ nicht mitklatschte oder mitsummte. Kraftvoll und mitreißend bot der Chor mit seinem ausgewogenen Klangverhältnis und dynamischer Ausdrucksweise eine überzeugende Gesamtleistung – ergänzt und bereichert durch grandiose Solisten. Natürlich bot der Chor auch einige deutsche Weihnachtslieder, wie „Kommet ihr Hirten“ oder „Maria durch den Dornwald ging“, gemeinsam gesungen mit dem Publikum.

Der zweite Programmteil war amerikanischen Weihnachtssongs gewidmet, gemischt mit deutschen Weihnachtsliedern, aber nicht etwa als braver Chorvortrag, sondern „Morgen Kinder wird‘s was geben“ als schneller Klatsch-Rap. Das Sängervolk tanzte und jubelte sogar zu den freudigen amerikanischen Weihnachtsliedern – eine gelungene Mischung aus ruhigen Titeln wie „This is my wish“ bis hin zu karibischen Rhythmen bei „Say yes“.

Im Gegensatz dazu das bezaubernd gesungene „Joy the world“, gefolgt von einem gefühlvollen „Candellight Carol“ von Rutter. Den Schluss bildeten deutsche Weihnachtslieder, eine sehr effektvolle Gospelfassung von „Stille Nacht, Heilige Nacht“ – und als krönender Abschluss – „Adeste fideles“. „Glorious“ war die Zugabe, die das Publikum mit viel Beifall einforderte.