Käfertal

Käfertal Löwenjäger zeigen sich beim Heringsessen zufrieden mit der abgelaufenen Kampagne

Lachtränen zum Abschied

Ach ja, jetzt ist sie vorbei, die Zeit der Narretei, der Ahois, der Schunkelrunden, der Büttenreden und der Fasnachtsumzüge. Von den närrischen Tagen gezeichnet und zu Tränen gerührt nahmen die Löwenjäger am Aschermittwoch Abschied von der geliebten Fasnacht. Die Tränen flossen reichlich bei der zum Löwenjäger-Leichenschmaus versammelten Schar im Joseph-Bauer-Haus. Mit einem fast schon herzzerreißenden und bewegenden Trauermarsch trugen die Elferräte die Fasnacht zu Grabe. Lautes Wehklagen ertönte.

Aber die Protagonisten lachten auch kräftig. Beispielsweise beim Rückblick von Horst „Hotte“ Siegholt, Ehrensenator der Löwenjäger. Der bekannteste Büttenredner der Region machte seinem Ruf alle Ehre. Als „Ascher“ aus dem Stamme Mittwoch – nicht zu verwechseln mit der Familie der Aschenbecher – blickte er mit viel Humor zurück auf eine erfolgreiche Kampagne.

Spargelfest und Stadtfest waren wieder ein voller Erfolg, nicht zuletzt dank „Königin Doris“ und „Prinzgemahl Walter“ (Doris und Walter Dörr). In deren „Buckingham Palast“ würde Häuptling Bernd (der Vorsitzende der Löwenjäger Bernd Nauwartat), laut Siegholt, am liebsten einziehen. Schließlich werde dort von „Königin Doris“ und ihren fleißigen Marketenderinnen nicht nur der beste Spargel weit und breit zubereitet, sondern ebenso ein köstliches Frühstück. Im Juni dann ein Wasserschaden im Löwenjäger-Haus. Doch inzwischen ist dort die Welt wieder in Ordnung, und sogar die Terrasse wurde neu gestaltet.

Lob an die Aktiven

Auch die dritte Regenbogensitzung der Löwenjäger mit den beliebten Sängern aus dem Capitol, Jeanette Friedrich und Bernd Nauwartat, war ein voller Erfolg. Alle Karten für 2020 seien schon ausverkauft. „Auch die Prunksitzungen der Löwenjäger waren Klasse“, berichtete Siegholt. Er hob vor allem die tollen Auftritte der Garden, des Männerballetts und der „Lödies“ hervor, ebenso wie die Gesangskünste der Löwenjäger-Spatzen, die von Bernd Nauwartat trainiert werden. Lob gab es von Siegholt für die zwei Gardemädel, die in dieser Kampagne erstmals mit viel Erfolg als Büttenrednerinnen bei den Prunksitzungen der Löwenjäger und auch bei der Hans-Maurer-Sitzung auftraten.

Chiara Belsanti und Lena Drogosch (beide zehn Jahre alt) erheiterten als gestresste Teenager noch einmal die Trauergemeinde beim Heringsessen im Joseph-Bauer-Haus. Präsident Thomas Hambsch dankte allen, die ihn in der Kampagne unterstützt haben. Am Aschermittwoch sei zwar normalerweise alles vorbei, nicht aber bei der KG Löwenjäger in Käfertal, denn da beginnt schon wieder die Vorplanung für die nächste Kampagne, in der die Löwenjäger die erste Inklusionssitzung in Mannheim veranstalten werden– mit und für Behinderte und Nichtbehinderte. Zur Musik von Keyboarder Markus Merz wurde fröhlich geschunkelt.