Käfertal

Käfertal Mehr als 500 Teilnehmer umrunden auf Einladung der Sandbox Warriors den Karlstern

Laufen in der grünen Lunge

Die Organisatoren der Sandbox Warriors hatten beim 11. Karlsternlauf für fast alles gesorgt – nur das Problem mit den schwirrenden und sirrenden Schnaken hatten sie nicht im Griff. „Wir haben mehrere Stellen, an denen Wasser ausgegeben wird. Nutzen Sie dies. Doch werden Sie schnell laufen müssen, denn es gibt viele Schnaken. Ansonsten werden sie gestochen“, riet der erste Vorsitzende der Laufgruppe, Alexander Rossbach, der den Startschuss zu den verschiedenen Läufen gab.

Mehrere Strecken im Angebot

Zunächst starteten die Walking und Nordic Walking Läufer auf ihrer Sechs-Kilometer-Rundstrecke. Die Kinder rannten 1,8 Kilometer durch den Käfertaler Wald, ehe der Startschuss für den „Miteinander-Lauf fiel. Erst anschließend gingen die „Profis“ zu ihrer Sechs- beziehungsweise Zwölf- Kilometer-Runde auf die Strecke. Dort standen viele kleine Fans, die ihre Oma oder den Opa anfeuerten. Als diese das Ziel erreicht hatten, war die Freude mindestens noch einmal so groß. Musikanten der Band Percubama sorgten für eine heitere und lautstarke Stimmung entlang der Strecke.

„Das ist für mich so das Highlight des Jahres. Da muss man einfach dabei sein“, erklärte Läuferin Bärbel Freund. Für sie war es wichtig, dass sie sich das Ziel gesetzt hatte, dabei zu sein. „So kann man überprüfen, wie fit man ist“, ergänzte Läufer Robert Jakob. Dabei sei es gar nicht so wichtig, welche Zeit man erziele, es gehe vielmehr darum, das Ziel zu erreichen.

Dass das möglich war, dafür hatten das Organisationsteam ganze Arbeit geleistet. Die Strecke war mit Farbe markiert. Vorneweg fuhr ein Mountainbiker, den Schluss bildete ein erfahrener Läufer. An den Abbiegungen standen Streckenposten, die darauf achteten, dass kein Läufer falsch abbog. „Es macht einfach nur Spaß, dabei zu sein. Das ist wie eine große Familie. Man kennt sich und trifft sich immer wieder“, freute sich Martin Keschubs aus Limburgerhof. Er kennt den Käfertaler Wald schon länger und läuft öfter hier. Außerdem arbeite er beim „Benz“. „Da muss man dabei sein. Das ist alles schön klein und familiär“, so die Begründung für seine Teilnahme.

Sportler von weit her

Etliche Läufer reisen auch von weiter her an, es waren französische, portugiesische, spanisch oder niederländische Stimmen zu hören. „Die Teilnehmer kommen aus ganz Europa“, erklärte Tina Brodback, die Pressesprecherin der rund 130 Mitglieder umfassenden Laufgruppe. Wer am Neujahrslauf Ludwigshafen, am Karlsternlauf Mannheim und am 13.Oktober der Kerwelauf Maudach teilnimmt, wird von Decathlon Ludwigshafen mit einem kleinen Präsent überrascht.

Der neunjährige Petrik Meier gewann das Rennen der Kinder. Er brauchte für seine Runde rund 8,5 Minuten. „Irgendwann habe ich gedacht:Jetzt musst du durchlaufen“, lachte der Junge. An dritter Stelle landete mit der elfjährigen Luise Kühlwein das schnellste Mädchen nur knapp dahinter.

Alle beiden freuten sich mitsamt ihren Familien riesig über ihren Erfolg und ließen sich anschließend ein Wasser und ein wohlverdientes Stück Kuchen schmecken. Knapp unter 50 Minuten brauchte Lars Kegler von der Berufsfeuerwehr Ludwigshafen für seinen Lauf über zwölf Kilometer. Tobias Hahn von der Wallstadtschule beendete nach 26 Minuten seine Strecke von sechs Kilometern.

„Hauptsache, der Lauf hat allen Spaß gemacht“, stellte Roland Lambrecht vom Organisationsteam am Ende zufrieden fest.