Käfertal

Käfertal Diskussion mit SPD und Awo über das Thema Pflege

„Mehr Respekt – und mehr Geld nötig“

Unter dem Titel „Pflege und Selbstbestimmung“ hatte der Mannheimer Landtagsabgeordnete Stefan Fulst-Blei (SPD) zu einer Diskussion mit der sozialpolitischen Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion Sabine Wölfle, Angelika Weinkötz, Vorständin der Awo Mannheim, Marianne Bade vom Seniorenrat und Panajotis Neuert, dem Geschäftsführer der Pflege im Quadrat GmbH, eingeladen. Rund 50 Gäste waren zum den Veranstaltungsraum des ASB gekommen, um sich mit dem großen Thema Pflege näher zu befassen. Dabei gingen die Podiumsgäste auf die verschiedenen Pflegemodelle wie Tagespflege, Kurzzeitpflege, ambulante Pflege und stationäre Pflege ein. Auch kam die Frage auf, inwieweit Roboter für ein selbstbestimmtes Leben nutzbar sind.

Individuell angepasste Hilfen

In Ihrem Eingangsstatement wies Sabine Wölfle darauf hin, dass es eine breite Auswahl an Leistungen inklusive der stationären Pflege bedarf, um eine auf den Menschen angepasste Hilfe anbieten zu können. In diesem Zusammenhang bekräftigte sie die Forderung der SPD nach finanzieller Förderung der Pflegeinfrastruktur. „Ohne Pflegekräfte gibt es keine Pflege, es ist wichtig das Image der Altenpflege zu ändern, es fehlt die Wertschätzung. Man muss sich bewusst machen, dass Altenpfleger die Menschen auf ihrem letzten Weg begleiten“, so Wölfle.

Angelika Weinkötz wies darauf hin, dass die stationäre Pflege besser als ihr Ruf sei und dass in der stationären Pflege Menschen ein neues Zuhause fänden, die keine Familie mehr haben. Die Vorsitzende des Mannheimer Seniorenbeirat Marianne Bade sagte: „Mannheim hat viele Institutionen und Vereine, aber die Bündelung fehlt. Für ältere Menschen ist es schwer zu erfahren, welche Angebote es im eigenen Stadtteil gibt. Hier bedarf es Abhilfe zu schaffen und eine Vernetzung der Angebote anzustreben.“

Panajotis Neuert riet den Zuhörern, sich frühzeitig Gedanken zur Pflege zu machen . Stefan Fulst-Blei forderte Anerkennung, Respekt und mehr Geld für Pflegekräfte. Zudem dürften die Kosten für alte Menschen, die gepflegt werden, „nicht grenzenlos steigen. red/scho