Käfertal

Käfertal Mocábo bringen spanische Lieder und karibisches Flair ins Kulturhaus

Musiker versprühen Leidenschaft

Spanien, Frankreich, Argentinien, Mexiko, und Kuba – alle diese Länder vereint die Musik von Mocábo, die das Kulturhaus in Käfertal an einem lauen Spätsommerabend von seiner wärmsten und sonnigsten Seite zeigten. Dabei war die Spielfreude den Musikern ins Gesicht geschrieben. Sie unterhielten das Publikum von Anfang an bestens. Die Combo musiziert schon seit 2004 zusammen, doch routinierte Langeweile war ihrer Darbietung nicht anzumerken. Sie kam in jedem Ton erfrischend beim Publikum an.

„Ich schätze die Musik dieser Band schon seit vielen Jahren. Die hört man nur viel zu selten. Ich jedenfalls mag diese Art von Musik sehr“, stellte Zuhörerin Beate Weidner fest. In der Tat finden sich im Repertoire von Mocábo vorwiegend spanische Gesangsstücke. Dabei war es vollkommen egal, ob eine Rumba-Flamenca aus Katalonien, ein relaxter Bossa Nova aus Brasilien oder eine ausgewählte spanische Popnummer von den Musikern gespielt wurde. Bei der Musik verschmolzen ganz verschiedene Musikstile zu einem stimmigen Ganzen.

Stilistische Vielfalt

Garant für dieses musikalische Abenteuer ist die enorme stilistische Vielfalt und das Können der fünf Musiker. Die Stimme von Jutta Gückel sorgt für den einfühlsamen Part in die verschiedenen Stile, die von spanischen Liedern bis hin zu Gipsy-Musik reichen. Burny Schwarz und Harald Wester sorgen mit den Gitarrenklängen für das südländische Feeling, das Bassist Hans Grieb noch weiter verfeinert. Zu guter Letzt lässt Meisterperkussionist Gero Fei die untergehende Sonne Kubas in den Herzen der Zuhörer noch einmal aufleben. Ihr ganzes Können zeigt die Band nicht zuletzt in Instrumentalstücken wie „Flamenco a gogo“. Manchmal endet ein Stück auch reichlich ungewohnt. „Man sieht einfach, dass die Musiker mit sehr viel Leidenschaft bei der Sache sind“, freuten sich am Ende Sigrid und Bernhard Schönfelder. „Die verbreiten einfach nur gute Laune. Wir jedenfalls lieben diese Art der Musik.“

So war es nicht erstaunlich, dass dieses Konzert nicht einfach zu Ende ging. Eine Zugabe musste es noch geben. Da erstrahlt die Stimme von Jutta Gückel noch einmal in vollem Glanz. Die beiden Gitarristen ließen ihre Finger noch einmal über die Saiten flitzen. Bassist Grieb und Perkussionist Fei trieben die rasante Melodie von Jarabe de Palos „La Flaca“ („Die Dünne“) rhythmisch voran. „Während meines Lebens habe ich eine Frau gekannt, genauso wie die dünne schwarze Korallen aus La Habana – eine spektakuläre Mulattin“, heißt es darin poetisch.

Den Beifall des Publikums hatten sich die Musiker jedenfalls redlich verdient, da sie den Nerv des Publikums trafen. Es war einfach ein rundum gelungener Abend. Gespannt sein darf man schon jetzt auf das karibische Weihnachtskonzert im Trommelpalast, bei dem Mocábo ihre neue CD vorstellen.