Käfertal

Käfertal Kinder- und Jugendheim St. Josef feiert Abschluss / Spende vom Deutsch-Amerikanischen Frauenarbeitskreis

Nachwuchs schmiedet Zukunftspläne

Inge Groos zeigte sich stolz auf die Leistungen des Nachwuchses: „Seit zwölf Jahren ist es gute Tradition, die Schulabgänger des Kinderhauses St. Josef zu verabschieden“, wie die Einrichtungsleiterin erklärte. In diesem Jahr seien es insgesamt 22 Jugendliche, so Groos. Wie in den vergangenen Jahren auch hatten die Frauen des Deutsch-Amerikanischen Frauenarbeitskreises (DAFAK) den Verantwortlichen in St. Josef eine Spende zur Verfügung gestellt, um den Schulabgängern ein Geschenk zu überreichen.

Die Spende stamme aus den Einnahmen des DAFAK-Pfennigbasars sowie aus zwei großen Jahreskonzerten, berichtete Regina Gentgen, zuständig im Arbeitskreis für die Spendenverteilung. Die Verabschiedung der Schulabgänger an der Wormserstraße sei ein Treueprojekt. „Wir finden es großartig, wenn die Jugendlichen ihren Abschluss machen“, meinte ebenso Doris-Jean Petereit, Präsidentin des DAFAK.

Wie bei jeder Festivität in St. Josef gab die Band des Kinder- und Jugendheims unter Leitung von Zacharias Zschenderlein den musikalischen Startschuss zur Veranstaltung. Auch Keyboarder Justin Kraus zeigte sich stolz auf seinen Realschulabschluss. Der 16-Jährige wird zukünftig die Fachhochschule besuchen. Er wolle später als Musikproduzent arbeiten, wie der Teenager erzählte. Normen Falkenstein möchte dagegen so schnell wie möglich sein Abitur machen. Gleichzeitig beginnt der 16-jährige Gitarrist der Kinderhausband sein Informatikstudium.

„Wir haben zu einigen Schulabgängern noch Kontakt“, erklärte Inge Groos. Manchmal nutzten Ehemalige auch die Möglichkeit, „uns bei einer Veranstaltung zu besuchen“, so die Heimleiterin. Premiere feierte an diesem Tag nicht nur ein Eiswagen. „Zum ersten Mal sind beim Abschlussfest auch alle Außenstellen unserer Einrichtung vor Ort“, wie Groos berichtete. Zwei ihrer Mädchen in die Ausbildung verabschiedete ebenso Traude Bellon vom Haus St. Agnes für jugendliche Mädchen. „Andere schieben ein Freiwilliges Jahr dazwischen oder besuchen weiterführende Schulen“, sagte die Leiterin. „2003 sind wir in St. Agnes mit einer Gruppe gestartet, jetzt beheimatet das Haus bereits vier Gruppen“, unterstrich Bellon. Die fünfte Gruppe sei bereits in Planung.

Beim Torwandschießen, Eierlaufen oder Büchsenwerfen konnten die Besucher ihr Talent unter Beweis stellen. Am Cocktail- oder Grillstand bot sich dafür die notwendige Stärkung. In der Turnhalle stellte im weiteren Verlauf die Band des Kinderhauses nicht nur ihre neue CD, sondern auch ein Bandvideo vor. Medienpädagoge Henrik Blaich von der Aktion Jugendschutz verlieh darüber hinaus an Jugendliche der Einrichtung ein Zertifikat. Im vergangenen Jahr waren diese zu Medien-scouts ausgebildet worden. jba