Käfertal

Gartenstadt Seniorensitzung der Fröhlich Pfalz im Gemeindesaal der Gnadenkirche / Thomas Friedl nimmt als „Kurfürst“ Stadtpolitik aufs Korn

Narren spotten über Logo zur Buga

Archivartikel

Viele Ahoi’s hörte man beim Einzug des Fröhlich-Pfalz-Präsidenten Dietmar Beck und seiner Elferräte auf die Bühne im Gemeindesaal der Gnadenkirche Gartenstadt. Flotte Tänze legte gleich danach die Jugendgarde, trainiert von Beverly Gangl, aufs Parkett. Nicht allen Genannten gefiel, was Thomas Friedl als „Kurfürst Carl Theodor“ in der Bütt berichtete. Vor allem Oberbürgermeister und Bundesgartenschau kamen dabei nicht gut weg.

Für den „Kurfürsten“ unverständlich war, dass „in Monnem hier niemand versteht, wie ein Logo für die Buga zu gestalten geht“. Die Kosten für die Berliner Werbeagentur, die das Logo gestaltet habe, wolle er gar nicht wissen. Aufreger waren daneben Baustellen oder ein neuer Blitzer. Er frage sich mit Blick auf „Zukunftsprojekte“: „Sinn die im Stadtrat noch gonz discht?“ Für das Zentrallager des Nationaltheaters müsse ein „Prunkbau“ her. Das sei doch „Ferz mit Grigge“.

Auf die Schippe genommen wurden auch die grünen Roller, die überall behinderten – und die Rente, die für den Lebensabend nicht reiche. „Ich mache es mir zur Narrenpflicht, zu nörgeln und sticheln in der Politik“, mit diesen Worten sorgte Angelika Remmele als „Wally Waldhof“ für Lacher bei der Seniorensitzung. Zum Vortrag kam sie mit ihrem „Gehwägelchen“.

Mit „Gehwägelche“ zum Rennen

Sie erzählte von Lisbeth, die noch nie einen Freund gehabt habe und somit auch noch nie verheiratet war. Deshalb habe sie sich der Altenrunde angeschlossen, um einen Mann zu finden – und lud zum „Gehwägelcherennen“ mit betreutem Tanzen ohne Musik ein.

„Der Klimaschutz liegt voll im Trend“, aber damit habe sie nichts am Hut, da es uns allen noch viel zu gut gehe. „Wisst ihr, wie man eine Demo mit Veganern nennt“, fragte sie. Um gleich darauf die Antwort zu geben: „Einen Gemüseauflauf.“

Der größte Star des Nachmittags aber war Marie Hohmann vom Carneval Club Waldhof (CCW). Sie präsentierte sich tanzend, singend und erzählend genial als „Danzmariele“. Erst nach ihrem Vortrag, als sie schon wieder die Bühne verlassen hatte, sah man ihre Tränen.

Ihren Beitrag hatte sie ganz tapfer und professionell durchgezogen, obwohl sie große Schmerzen hatte – von einer Verletzung, die sie sich beim Tanzen zugezogen hatte. So war ihr dann auch ein Sonderapplaus sicher.

Weitere Showelemente präsentierten die kleinen Einsteins und das Tanzmariechen Mia Hartig vom Tanzsportverein des SKV/Stichler Sandhofen sowie vom CCW Alina Gräf. Auch das Männerballett „Die Traumtänzer“ bekam den ihm zustehenden Beifall. Die von Anfang an gute Stimmung steigerte sich noch, als die Herren mit ihren bunten Anzügen, die Tontauben, die Bühne betraten. CCW-Präsident und Mitglied der Tauben, Rolf Remmele, schaffte es einmal mehr, dass die Senioren auf den Tischen tanzten.

Dass dem Publikum der Nachmittag gefallen hat, zeigte sich an dem Applaus für die Protagonisten. Auch das Prinzenpaar der Stadt Mannheim feierten einige Zeit mit den Senioren mit.