Käfertal

Käfertal Schulversorgung Thema im Bezirksbeirat

Pläne stoßen auf Unmut

Für das neue Wohngebiet Franklin will die Stadt eine vierzügige Ganztagsschule auf einer Teilfläche der Elementary School errichten, zudem soll dort eine Doppelturnhalle entstehen. Die ersten Kinder können spätestens zum Schuljahr 2023/2024 hier unterrichtet werden. Bis dahin soll ab dem Schuljahr 2019/2020 eine Interimslösung in den bisherigen Räumen der Elementary School die Lücke schließen, die notwendige Mensa kommt in einen Container.

Auf Spinelli wird zudem eine Fläche in der Nähe des TV-Sportplatzes für eine Grundschule mit zwei Zügen reserviert. Sie soll als Außenstelle der Bertha-Hirsch-Schule betrieben werden. Während für Franklin die entsprechenden Anträge schon an das Regierungspräsidium Karlsruhe als Genehmigungsbehörde gestellt sind, sollen die Schreiben für Spinelli im Frühjahr folgen. Das erfuhren die Käfertaler Bezirksbeiräte jetzt von Heike Fleischmann, die im städtischen Fachbereich Bildung zuständig ist für das Thema. Mit der so geplanten Schulversorgung sind die Stadtteil-Politiker freilich nicht ganz zufrieden – ihnen fehlt eine weiterführende Schule in Käfertal.

„Weiterführende Angebote fehlen“

Die plant die Verwaltung derzeit nicht, wie Fleischmann betonte. Schließlich seien nach ihren Berechnungen ausreichend Kapazitäten in weiterführenden Einrichtungen im Stadtgebiet vorhanden: „Wir bauen keine neue Schule, und dann stehen andere Schulen möglicherweise leer.“ Gerd Stüber-Fehr (SPD) zeigte Verständnis dafür, dass man Leerstände vermeiden will, „aber der Bedarf wird in Kürze entstehen, es müssen also jetzt Planungen her für den Standort und die Art der Schule“. Georg Herrmann (CDU) stimmte ihm zu, er hält allerdings den Bau einer weiterführenden Schule in Käfertal für notwendiger als den von der Stadt angestrebten Ausbau solcher Angebote auf der Vogelstang: „Wir sind dann der jüngste Stadtteil in Mannheim, und wir haben dann in etwa die gleiche Einwohnerzahl wie Viernheim – und die haben dort zwei Gymnasien.“ Aus der Bürgerschaft meldete sich Ute Mocker von der IG Käfertaler Vereine zu Wort: „Nach der vierten Klasse gehen dann Kinder weg in Schulen anderer Stadtteile. Für uns bedeutet das einen großen Mangel im sozialen und kulturellen Bereich“, bat sie die Verwaltung, ihre Entscheidung noch einmal zu überdenken. scho