Käfertal

Käfertal Hoffest bei Sanitär Mühlberger / Junger Sänger umjubelt

Rouven Gruber reißt alle mit

„Jetzt veranstalten wir das Hoffest zum sechsten Mal. Endlich scheint es so, als ob die Käfertaler das Fest annehmen“, freute sich ein sichtlich entspannter Frank Mühlberger in seiner weinroten Kochschürze über die vielen Besucher, die nach und nach in seinen Hof hereinströmten. „Ich feschtl halt gerne“, lachte der Veranstalter. Eigentlich sei das Fest aus einer Laune heraus entstanden. Als er 2013 von Feudenheim nach Käfertal gezogen sei und sein neues Ofenstudio eröffnete, habe er Freunde, Kunden und Anwohner eingeladen, um gemeinsam die Eröffnung zu feiern“.

Schon jetzt kündigte er angesichts der vielen Gäste an, auch nächstes Jahr wieder feiern zu wollen. Zum Auftakt sorgte DJ Roland zunächst für musikalische Unterhaltung „aus der Dose“, ehe der junge Sänger und Songwriter Rouven Gruber mit seiner eingehenden Stimme von seinen Fans Begeisterungsstürme herausforderte. Selbst bei Coversongs wie „80 Millionen“ von Max Giesinger klatschten die Fans begeistert mit. Der Käfertaler, der zum ersten Mal öffentlich in seinem Heimatstadtteil auftrat und demnächst im Stempelpark sein erstes Solokonzert geben wird, wusste mit eigenen Songs wie „Karussell“, „Raketen“ oder „Star“ zu begeistern. Ein kleiner Windstoß unterbrach für einen kurzen Moment das Konzert. Aber dank Wäscheklammern der Band „Hoaggelfisch“ und einer Haarspange von Tanja Rupp, wurden die weggewehten Noten wieder festgemacht und es ging weiter.

Während sich die Besucher an Steaks im Brötchen oder Lachs mit Reibekuchen oder Schaschlik erfreuten, ließ Rouven auch eine melancholische Note mit „Memories never die“ anklingen – in Erinnerung an einen Freund, den er verloren hat. „Man sieht, dass Mannheim Musik machen kann und auch dem Nachwuchs eine Chance gibt,“ war selbst der Hoaggelfisch-Bassist „Olli“, Oliver Knapp von Grubers Auftritt begeistert.

Hits aus den 1960er Jahren

Die Band übernahm im Anschluss das musikalische Kommando. Sie covern Songs der 1960er Jahre. Dabei steht die Freude an der Musik von Creedence Clearwater Revival sowie von Country-Musik eindeutig im Vordergrund. Mit diesem einfachen Rezept schaffte es die Band in kürzester Zeit, ihr Publikum zu begeistern. Woher der Bandname stammt, das erklärten Gitarrist Frank Handlos und Sänger und Keyboarder Peter Schweiker: „Wir waren mal in Österreich auf Tournee. Weil ihm nicht alles schmeckte, sei eines der Bandmitglieder als ‘Hoaggelfisch’ , also als ‘heikler’ Mensch bezeichnet worden.Da war klar, dass dies auch der Name unserer Band sein sollte“.

Der bunte Mix durch die Musikgeschichte der vergangenen 60 Jahre kam bei den Besuchern des Hoffests in Käfertal gut an. Viele klatschten und sangen in Erinnerung an gute alte Zeiten mit. Bei Weißwurst und Brezeln hielt am Sonntagmorgen die Stadtkapelle Weinheim die Gäste bei guter Laune. Schon jetzt kündigte Frank Mühlberger den Termin für das nächste Jahr an. Am 7. und 8. September wird der Hof wieder gerockt. „Da lassen wir es wieder krachen“, so Mühlberger. has