Käfertal

Käfertal Kinder des St-Josef-Heims feiern Schulabschluss

Schöne Party – trotz Hitze

Archivartikel

Auch in diesem Jahr feierte das Kinder- und Jugendheim St. Josef in Käfertal das Schulabschlussfest – und das an einem der heißesten Tage des Jahres. Im Hof der Einrichtung fanden allerlei Spiele wie Torwand- oder Wasserpistolen-Schießen statt, richtig heiß wurde es dann vor allem in der Nähe des Grills.

Die Einrichtung arbeitet stationär und ambulant und bietet das komplette Spektrum der Kinder- und Jugendhilfe an. „Insgesamt haben wir 127 stationäre Plätze über ganz Mannheim verteilt, außerdem gibt es noch eine Außenwohngruppe in Schriesheim-Altenbach. In der Familienhilfe betreuen wir um die 50 Kinder aus 26 Familien“, sagte Einrichtungsleiterin Petra Weber. „Der letzte Schultag wird immer groß gefeiert. Dieses Jahr haben 19 Jugendliche den Schul- oder Ausbildungsabschluss geschafft, eine Jugendliche hat das Abitur mit 1,8 bestanden. Die jungen Leute haben in ihren Familien viel Negatives erlebt, das es zu bewältigen gilt. Wir möchten sie stark machen fürs Leben.“

Wichtige Unterstützung

Unterstützung bekommt das Abschlussfest seit zwölf Jahren bereits vom Deutsch-Amerikanischen Frauenarbeitskreis (DAFAK). Der 1951 gegründete Verein veranstaltet Events wie den Pfennigbasar oder Benefizkonzerte, so werden Spenden für soziale Zwecke gesammelt. „Den Schulabschluss zu schaffen, ist für jeden eine Herausforderung, daher bekommen die meisten Jugendlichen zu diesem Anlass ein Geschenk von ihren Eltern. Auch bei den Jugendlichen von St. Josef sollte dies möglich sein. Wir sprechen mit Frau Weber, sie kennt die Wünsche der Jugendlichen, dann besorgen wir Geschenke“, sagte Doris-Jean Petereit, Präsidentin des DAFAK.

Scouts für Medien

Ebenfalls Gast auf dem Sommerfest war Henrik Blaich von der Aktion Jugendschutz, der in einem dreijährigen Projekt so genannte Medien-Scouts ausbildet. „Jedes Jahr durchlaufen sechs Jugendliche der Einrichtung eine Schulung zum Thema Mediennutzung, bei denen sie den verantwortlichen Umgang mit den Smartphones lernen. Danach sind sie Scouts und veranstalten selbst Projekte für andere Kinder, dabei geht es auch um Cybermobbing, Datenschutz und Privatsphäre“, so Blaich. „Nach drei Jahren hat man dann einen ganzen Pool von Scouts.“

Für das Bühnenprogramm am Nachmittag sorgte Musikpädagoge Zacharias Zschenderlein, der seit zehn Jahren Musikunterricht in der Einrichtung gibt. „Die Kleinen fangen schon mit drei Jahren an mit elementarer Musikpädagogik, das heißt: Xylophon und Boomwhacker, Klangstäbe in verschiedenen Tonhöhen. Dazu kommen viel Singen und Bewegen, auch mit Hula-Hoop-Reifen. Den älteren ab zehn Jahren steht dann ein Band-Raum und ein Tonstudio zur Verfügung.“