Käfertal

Käfertal Erstmals Ausstellung im Autohaus

Trio zeigt Vielfalt in der Kunst

Archivartikel

Die Räumlichkeiten von Kohlhoff Automobile haben sich zum ersten Mal in eine Kunstausstellung verwandelt. Wo normalerweise Autos zur Schau gestellt werden, präsentierten die drei Künstler Siegfried Scheuer, Franz Schulte-Roemer und Michael Kurt jetzt ihre Kunstwerke. Durch den verstorbenen Pfälzer Maler Norbert Kämmer haben sich die Herren vor ungefähr zwölf Jahren während eines Aquarellkurses kennengelernt und gemeinsam ihre künstlerische Ausbildung an der Europäischen Kunstakademie in Trier absolviert. Seitdem arbeitet das Trio im Atelier in Limburger Hof. „Akademische Künstler wollen wir trotzdem nicht sein“, erklärt Michael Kurt, der für die Ausstellung zum ersten Mal Fahrzeuge in seine Werke integriert hat. Kurt bedient sich der Fototransfer-Technik, ein Verfahren welches aus einem Foto das Wesentliche extrahiert und malerisch in ein Gemälde aufnimmt.

Siegfried Scheuer ist mit Martin Kohlhoff – dem Inhaber des Autohauses – familiär verbandelt, weswegen es nur eine Frage der Zeit war, dass an den leeren weißen Wänden Gemälde des Trios hängen. „Für mich ist das Malen Psychologie. Ich übertrage immer meine Emotionen auf die Leinwand“, sagt der ehemalige Französischlehrer. Seine Kunst schwanke zwischen dem Gegenständlichen und dem Abstrakten.

Bilder ohne Titel

Franz Schulte-Roemer geht eigenen Angaben zufolge stets individuell und sehr subjektiv an seine Kunst heran. Jeder erkenne etwas anderes in seinen Malereien, deshalb betitele er seine Werke gar nicht. Laut dem ehemaligen Städteplaner solle jeder Betrachter selber über den Titel der Gemälde entscheiden. Begonnen hat auch er mit der Aquarellmalerei, ist aber immer auf der Suche nach neuen Arbeitstechniken. In seiner Kunst wird vor allem seine Affinität zur Architektur deutlich. So spielt er mit geometrischen Formen und Hell-Dunkel-Kontrasten. „Mittlerweile fühle ich mich aber den weicheren Linien der Natur hingezogen“, erzählt der Maler.

Beim Betrachten der Ausstellung fällt auf, dass jeder der drei Männer seinen eigenen Stil entwickelt hat. „Wir schauen nicht voneinander ab“, sagt Schulte-Roemer. Man tausche sich aber rege aus und gebe bei einer künstlerischen Schaffenskrise auch mal Hilfestellung. Da es den Dreien bei ihrer Kunst nicht um das Geld verdienen geht, spenden sie Teile ihrer Einnahmen an den ökumenischen Kinder- und Jugendhospizdienst St. Clara.

Dass Sie gemeinsam seit Jahren zusammen arbeiten, freut die drei: „Es ist bemerkenswert, dass wir seit so vielen Jahren zusammen arbeiten.“ man