Käfertal

Käfertal Arbeiterwohlfahrt ehrt ihre Jubilare im Pfarrer-Schilling-Saal der St. Lioba-Gemeinde

Vielstimmiges Loblied auf die Treue zum Ortsverein

„Schade ist es schon“, meinte Jutta Nelius im Hinblick darauf, dass nur wenige der angeschriebenen Jubilare zur Ehrungsfeier gekommen waren. Dabei hatten die Verantwortlichen der Arbeiterwohlfahrt Käfertal/ Im Rott die Tische im Pfarrer-Schilling-Saal der St. Lioba-Gemeinde hübsch gedeckt. Zum Kaffee gab es Kuchen, und für die Jubilare standen Präsente und Sektflaschen bereit.

Dazu gab es für jedes runde Jubiläum eine Rose. Gerlinde Zikowsky durfte sich für ihre 30 Jahre Treue zur Awo darüber hinaus über eine goldene Anstecknadel freuen. „Eingetreten bin ich damals in die Awo Innenstadt“, erinnerte sie sich. Zwischendurch habe die Familie im Odenwald gewohnt. „Heute bin ich mit meinem Mann bei der Awo Käfertal eingeschrieben“, wie Gerlinde Zikowsky berichtete. Sie freue sich auf die nächsten 30 Jahre, betonte sie mit einem Lächeln.

Geselligkeit bieten

Über eine Jubilarurkunde durften sich gleichfalls Marianne Lanz (zehn Jahre) und Ursula Geiger (15 Jahre) freuen. „Insgesamt sind es eigentlich 16 Jubilare“, erklärte Jutta Nelius, die in Abwesenheit der ersten Vorsitzenden Ursula Bieler die Ehrung übernommen hatte. „Sonst bin ich zuständig für die Organisation der Kaffeenachmittage, die wir alle vier Wochen veranstalten“, wie sie erzählte.

Ziel sei es dort vor allem, den älteren Mitgliedern die Möglichkeit zu einem geselligen Zusammenkommen zu bieten. Ab und zu gebe es auch einen Referenten, der die Besucher über Themen wie zum Beispiel die Patientenverfügung informiere. „Als es noch keine Emails gab, sind wir von Haustür zu Haustür gelaufen, um die Leute aufzuklären“, erinnerte sich Helga Ohlau. „Solche Vereranstaltungen sind sehr wichtig, damit das Gemeinschaftsgefühl gestärkt wird“, wie sie erläuterte.

Den Kaffeeausschank hatte an diesem Nachmittag Susanne Stumpf übernommen. Aufgrund des hohen Altersdurchschnitts von 70 Jahren gebe es leider nicht mehr so viele Ausflüge. „Unser ältestes Mitglied ist immerhin 93 Jahre“, meinte Stumpf. Eine derartige Treue zur Awo beeindruckte auch Alexander Manz. „Es ist heutzutage nicht selbstverständlich, dass Menschen so lange bei einem Verein sind“, wie der Awo-Abteilungsleiter unterstrich. Dies spreche für die Arbeit der Awo, hob Manz hervor. jba