Käfertal

Stadtteile Nord/Ost CDU-Ortsverein setzt sich auch in Corona-Zeiten Schwerpunktthemen

Von Betreuung bis Radverkehr

Archivartikel

Ob Sanierung des Speckwegs, Kinderbetreuung oder Schulen – die Liste der Themen ist lang, um die sich die CDU Mannheim-Nord-Ost schwerpunktmäßig in den nächsten Monaten kümmern will. „Die Sanierung des Speckwegs muss auf dem Waldhof beginnen“, forderte die Waldhöfer Bezirksbeirätin Helga Schlichter. Mittel dazu hätten bereits im Etat 2017 gestanden. Dringend gebraucht würden zudem ein Daimler-Benz Parkhaus für Mitarbeiter, weitere Parkmöglichkeiten und Kurzparkplätze für den Einzelhandel, zudem wolle man den Ausbau des Rad- und Fußweges vom Kreisel bis Kleiner Anfang – und das alles bei rollendem Verkehr.

Attraktiver Platz erwünscht

Beim Taunusplatz wünsche sich die Bevölkerung einen attraktiven Platz mit Aufenthaltsqualität, der außerdem geeignet ist für Veranstaltungen der Vereine. Schlichter sprach sich außerdem gegen die von der Verwaltung angedachte Spielstraße zwischen Pauluskirche und Passarelle aus. Der Ortsvereinsvorsitzende Christian Hötting ist besorgt wegen der bis 2023 voraussichtlich fehlenden Betreuungsplätze im Kindergartenbereich: in Käfertal 173 und auf dem Waldhof 203. Trotz Ausbau von Franklin und Spinelli werde es zudem zwischen 2023 und 2038 auch keine Veränderung des Platzangebotes im Kindergarten- und Krippenbereich geben.

Die CDU Mannheim-Nord-Ost setze sich deshalb für den Bau eines Kinderhauses mit drei Gruppen auf dem ehemaligen Theodor-Heuss-Schulgelände ein. Außerdem fordert sie die Sanierung der Waldschule. Die dafür vom Gemeinderat für 2023 beschlossenen eine Million Euro sei viel zu wenig. Deshalb habe die CDU-Fraktion beantragt, „kurzfristig die dringendsten Maßnahmen zur Beseitigung der Mängel und Raumnot zu bewilligen“. Wegen des Ausbaus der Konversionsflächen setzt sich der CDU-Ortsverband außerdem ein für eine weiterführende Schule in Käfertal.

Zum Thema „Parken und Verkehr in Käfertal“ erklärte der Käfertaler Bezirksbeirat Michael Mayer: „Seit den ersten Planungen 2012 zur Sanierung Käfertal Mitte fordert die CDU ein Parkkonzept.“ Entgegen der Rechnung der Verwaltung, dass es im Zentrum von Käfertal 210 öffentliche Parkplätze gibt – mitgerechnet dabei seien die nichtöffentlichen Stellplätze beim Rewe-Markt und die 31 halböffentlichen Parkplätze in der Tiefgarage– seien insgesamt weniger als 80 Parkplätze vorhanden. Außerdem stünden nur rund 40 Plätze für Veranstaltungen im Kulturhaus zur Verfügung. „Das ist viel zu wenig, um eine Wirtschaftlichkeit zu gewährleisten“, so Mayer. Pendler aus der Umgebung würden die Sache weiter erschweren.

Zu Thema Buga 2023 erklärten Mayer und Hötting, Ziel sei eine positive Ausrichtung. Fraglich sei jedoch, ob in nur noch zweieinhalb Jahren bis dahin auch alle Pläne verwirklicht werden können und wie es hinterher aussieht mit der Pflege. Auch Stadtrat Chris Rihm würde sich dazu „regelmäßige Informationen wünschen und auch dass die Bevölkerung mitgenommen wird“.

Verkehrskonzept angemahnt

Zu Spinelli erklärte Hötting, zwar gebe es ein fertiges Bebauungs- aber noch kein Verkehrskonzept. Der CDU-Ortsverband schlägt deshalb eine Einbindung des Radverkehrs von und in Richtung Innenstadt durch Weiterführung des Radweges über die Dürkheimer Straße sowie eine Einbindung des Radverkehrs Richtung Feudenheim und den Radschnellweg Mannheim-Heidelberg über die Au vor. Bis die Straßenbahn kommt, müssten Busse im Zehn-Minuten-Takt fahren.

Bei der Stadtbahn solle zudem eine Trassenführung über Feudenheim statt über den Bahnübergang Im Rott, wo es schon heute zu Wartezeiten und Staus komme, angedacht werden. Vor allem fehle eine Abbiegespur für den Pkw-Verkehr auf der B38 aus Weinheim.

Zur geplanten Bahntrasse/Riedbahn Waldhof/Käfertal betonte Schlichter: „Waldhof bis Blumenau darf nicht zum ebenerdigen Kreuzungspunkt für die verschiedenen Bahntrassen werden.“ Heute drei, künftig fünf Trassen, das sei für die Bevölkerung im dicht besiedelten Mannheimer Norden unzumutbar.