Käfertal

Käfertal Soziales Projekt auf Franklin braucht dringend Wasser

Zweites Hochbeet im offenen Garten

Archivartikel

Im sozialen Projekt „Urban Gardening Benjamin Franklin“ wurde eifrig gemeinsam gegärtnert. In den Beeten wurde gebuddelt, gejätet und geerntet. „Wir bauen unser zweites Hochbeet und grillen anschließend zusammen“, hatte Initiatorin und Projektleiterin Ulrike Schaller-Scholz-Koenen im Vorfeld angekündigt. Das kam schließlich auch so. Waren es zunächst nur wenige, die sich auf dem rund 55 Quadratmeter großen Areal auf dem Franklin Field trafen, so wurden es nach und nach doch mehr.

Außerdem hatten sich die Organisatoren von Steckenpferd e.V. und Freundeskreis Asyl noch etwas ganz besonderes ausgedacht. „Wenn es dunkel wird, zeigen wir hier einen Film, der das Thema Flucht behandelt“, so Schaller-Scholz-Koenen, die die Gemeinsamkeit des Projektes unterstreicht: „Wir gärtnern zusammen, wir ernten zusammen und wir essen zusammen.“ Das sei die einzige Bedingung, die an die Teilnahme an dem Projekt geknüpft sei.

Als es dunkel wurde, lief der Film „Das Mädchen Wadjida“. Wadjda ist ein elfjähriges Mädchen in Riad, in Saudi-Arabien. Ihre Eltern scheinen begütert, so gibt es PlayStation oder einen illegalen ausländischen Fahrer für den riesigen Pick-up für den Weg zur Schule. Das Mädchen genießt in ihrem Leben verschiedene Freiheiten, die viele ihrer Klassenkameradinnen in dem streng gläubigen Land nicht zu kennen scheinen. So hört sie im Radio westliche Rockmusik oder sie trägt Converse-Turnschuhe und Jeans unter ihrem traditionellen Gewand und lässt sich im Allgemeinen nicht leicht von ihrer Umgebung einschüchtern.

Wadjda träumt davon, ein Radrennen gegen ihren Freund Abdullah, einen Nachbarsjungen, zu fahren und zu gewinnen. Jedoch gilt es für Mädchen als unschicklich, Rad zu fahren. Schlussendlich schenkt ihr die Mutter ein Fahrrad, und Wadjda gewinnt das nun mögliche Rennen gegen ihren Freund. Passend dazu verloste der Verein Steckenpferd ein Kinder-, ein Damen- und ein Herrenfahrrad. Alle drei Fahrräder waren in der Werkstatt Columbus Straße repariert worden.

Der größte Wunsch von Ulrike Schaller-Scholz-Koenen ist fließendes Wasser für den Garten . Doch die Installation ist teuer. „So wie wir uns das vorstellen, würde das 8000 Euro kosten“, berichtet die Projektleiterin. „Das können wir uns im Augenblick nicht leisten.“ has