Kindernachrichten

40 Jahre Löwenzahn

Archivartikel

Die beliebte Wissenssendung mit Fritz Fuchs und Hund Keks feiert am Wochenende Geburtstag. 40 Jahre wird die ZDF-Serie alt. Wir haben mit Guido Hammesfahr gesprochen, dem Schauspieler von Fritz Fuchs.

Die bei Jung und Alt beliebte ZDF-Sendung Löwenzahn wird 40 Jahre alt. Wir haben deswegen mit dem Schauspieler von Fritz Fuchs gesprochen.

Herr Guido Hammesfahr, Sie sind alias Fritz Fuchs – gemeinsam mit Hund Keks – seit nunmehr 14 Jahren das Gesicht von „Löwenzahn“. Was ist für Sie das Faszinierende an dem Format?

Guido Hammesfahr: Für mich als Schauspieler ist schon mal außergewöhnlich, dass ich fast nie im Studio, sondern jeden Tag draußen im Grünen bin. Das gefällt mir persönlich sehr gut. Und da ich sehr neugierig bin, freue ich mich, dass ich selber bei jeder Folge etwas dazulerne. Ich habe mit vielen interessanten Menschen zu tun und habe in Keks einen Kollegen gefunden, mit dem man vollkommen bedenkenlos kuscheln kann. Was will man mehr?

Haben Sie „Löwenzahn“ schon in Ihrer Jugend bewusst wahrgenommen?

Guido Hammesfahr: „Löwenzahn“ habe auch ich schon in meiner Kindheit gesehen. Der Ideenreichtum von Peter hat mich damals sehr fasziniert und sein Respekt im Umgang mit der Natur. Ich hätte mir aber niemals träumen lassen, dass ich mal sein „Nachmieter“ werde.

Was haben Sie bei einem „Löwenzahn“-Dreh erlebt, was Sie ansonsten nie erlebt hätten?

Guido Hammesfahr: Am ungewöhnlichsten bislang war wohl, dass ich schon mal mit dem Hubschrauber zum Set geflogen wurde. Das war – klar – für die Folge zum Thema Hubschrauber, und wir haben auf dem Hinweg natürlich auch schon gedreht. Ohne „Löwenzahn“ hätte ich auch wohl nie selber eine Kuh mit der Hand gemolken oder zwei Tage in einer Tropfsteinhöhle verbracht. Insgesamt filmen wir immer wieder auch an ungewöhnlichen Orten wie zum Beispiel in einem Tauchturm, auf einer Burg oder nachts auf dem Friedhof. Als leidenschaftlicher Segler hat mir natürlich auch die Segelfolge sehr gefallen. Ich hatte vorher noch nie einen Hund als Passagier an Bord. Das größte Abenteuer aber war unser Dreh in Südafrika – vier Wochen lang, mit wilden Tieren quasi Tür an Tür.

Wieviel Guido Hammesfahr steckt in Fritz Fuchs?

Guido Hammesfahr: Guido und Fritz haben eine ganze Menge gemeinsam. Wir haben die gleiche Schuh- und dieselbe Konfektionsgröße. Das ist schon mal praktisch. Wir beide haben eine ausgeprägte Ausdauer, tüfteln und basteln gerne, lieben die Natur und das Abenteuer. Und wir haben beide einen eigenen Kopf.

Sie haben 2007 für die Folge „Lebenswandel – Zeitreise in Bärstadt“ einmal gemeinsam mit Peter Lustig vor der Kamera gestanden, was war für Sie dabei besonders?

Guido Hammesfahr: Peter ist ja seinem Publikum immer auf Augenhöhe begegnet. Und so hat er es auch mit mir getan. Das ist schon eine Besonderheit, die mir gefallen hat, und die ich gerne weitergebe.

Mit dem inzwischen verstorbenen Helmut Krauss als Nachbar haben Sie viele Jahre gedreht. Was zeichnete das Gespann Fuchs-Paschulke aus?

Guido Hammesfahr: Fuchs und Paschulke hatten neben den verschiedenen Lebensauffassungen einen Generationenkonflikt auszutragen. Und so sind sie sich regelmäßig beim ,Streit an Nachbars Zaun’ auch richtiggehend in die Haare geraten. Am Ende gab es aber in den meisten Fällen eine Versöhnung. Sie haben gelernt, sich zu respektieren und miteinander auszukommen. Privat war das vollkommen anders, wir haben uns von Anfang an sehr gut verstanden.

Welches Abenteuer würden Sie als Fritz Fuchs gerne noch mal erleben?

Guido Hammesfahr: Als Fritz wird mir nie langweilig im Bauwagen und ich habe immer neue Ideen, was ich noch alles unternehmen könnte. Ich würde zum Beispiel gerne einmal eine echte alte Dampflokomotive fahren und in einem Parabelflug die Schwerelosigkeit ausprobieren. Außerdem fände ich eine Folge im Schnee reizvoll. In Bärstadt scheint ja sonst immer die Sonne. dpa