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Astro-Alex und der Weltraum

Archivartikel

Alexander Gerst ist ins All geflogen und schaut dort sogar die Fußball WM. Wieso gehen wir Menschen dort hin und was machen die Astronauten da oben überhaupt?

Der Weltraum ist ja wirklich total spannend. Wunderschöne Sterne und Planeten tummeln sich dort und das Beste ist: Er ist unendlich. Längst haben wir Menschen da oben noch nicht alles erforscht – und wir werden es wahrscheinlich auch niemals ganz schaffen. Trotzdem fliegen die Astronauten immer wieder ins All – nämlich, um alles herauszufinden, worüber wir uns so den Kopf zerbrechen. Gibt es Außerirdische? Was hat der Weltraum mit dem Wetter zu tun? Warum ist die Sonne so heiß, während es auf dem Pluto so bitterkalt ist?

Neuer Kollege Cimon

Aber was macht denn ein Astronaut, wenn er mal da oben angekommen ist? Astro-Alex, also Alexander Gerst, ist gerade auf der Internationalen Raumstation, der ISS. Sie ist sozusagen ein Raumschiff, das dauerhaft von Menschen bewohnt wird – und das schon seit fast 18 Jahren. Bis jetzt waren schon elf Deutsche im All und haben da ganz schön viel geforscht.

Alex soll jetzt in seiner Zeit dort sogar 41 Experimente durchführen. Das macht er alles zusammen mit seinem neuen Arbeitskollegen, Cimon. Der ist ganz schön gesprächig und außerdem so richtig hilfsbereit und freundlich – nur leider nicht aus Fleisch und Blut.

Cimon ist nämlich ein Roboter. Mit ihm soll Alex nun ganze sechs Monate lang zusammenarbeiten. Cimon ist auch der Einzige, den der Astronaut während seiner Arbeitszeit zu Gesicht bekommt. Alle anderen Astronauten sind nämlich mit ihren eigenen Experimenten beschäftigt.

Wie ist die ISS denn überhaupt entstanden? Schon sehr früh haben Amerikaner und Russen darüber nachgedacht, eine Station im Weltraum zu bauen, auf der ständig Menschen sind. So etwas wie eine zweite Erde im All. Darüber hat man sich schon Gedanken gemacht, bevor überhaupt jemand jemals im All war. Das ist übrigens im Jahr 1961 gewesen. Ausgestiegen ist damals noch niemand. Das kam erst im Jahr 1969, als die Apollo 11 auf dem Mond landete. Der erste Deutsche war im Jahr 1978 im All. Ganz schön viele amerikanische und russische Präsidenten wollten aber trotzdem über mehrere Jahrzehnte hinweg solch eine Raumstation bauen. Gelungen ist das dann endlich im Jahr 2000.

Aber zurück zu Alex. Der hat nämlich neben seiner Arbeit als Weltraumforscher auch noch ein bisschen Freizeit. Die kann er nutzen, wie er will. Zum Beispiel kann er mit seiner Familie telefonieren oder mit seinen Astronautenkollegen und Roboter Cimon Fußball schauen. Er hat sogar mit seinem russischen Kollegen eine Wette am laufen. Außerdem kann er im Internet surfen oder auch mal ein Buch lesen.

Es gibt allerdings eine Sache, die ihm manchmal ziemlich auf die Nerven geht: die Schwerelosigkeit. Ihr wisst ja bestimmt, dass man im All nicht auf dem Boden stehen kann. Denn da gibt es keine Erdanziehungskraft. Man schwebt da oben so vor sich hin. Jetzt stellt euch aber mal vor, ihr seid so richtig müde... was gibt es da Schöneres, als sich einfach mal in sein geliebtes, kuschelig weiches Bett fallen zu lassen? Das kann Alex leider nicht dort oben.