Kindernachrichten

Der Nachwuchs singt mit

Archivartikel

Bei den Auftritten der Gruppe GroßstadtEngel sind neben den beiden Müttern Myriam Koudsi und Chris Koziel auch ihre jeweils vier Kinder dabei. Gemeinsam machen sie Popmusik.

Lustige und coole Lieder, die Kindern Spaß bringen – diese Musik machen die 39-jährige Chris Koziel und die 36-jährige Myriam Koudsi, Mütter und beste Freundinnen. Beide haben je vier Kinder, die auch mit auf der Bühne stehen, einige von ihnen singen sogar mit. Vor vier Jahren gründeten die beiden Mütter, die in Langenfeld bei Köln leben, die GroßstadtEngel. Nun ist ihr fünftes Album „Partykracher No. 1“ erschienen. Wir haben mit Mutter Chris Koziel und dem 13 Jahre alten Deniz Koudsi über das Familienprojekt gesprochen.

Wie kam es dazu, dass Sie die Band gegründet haben?

Chris Koziel: Myriam Koudsi und ich haben uns vor 15 Jahren als Background-Sängerinnen kennengelernt. Als wir dann beide Kinder hatten, wollten wir weiter singen. Deswegen kamen die Kinder bei den Auftritten mit und standen auch auf der Bühne. Sie haben aber nicht von Anfang an mitgesungen. Während wir unser Weihnachtsalbum aufnahmen, engagierten wir für den Chor Kinder. Da haben unsere eigenen Kinder gemeint, sie könnten das doch auch.

Welche Art von Musik machen Sie?

Deniz Koudsi: Wir machen deutschen Pop. Wir sind zwar ein Chor, aber wir sind kein Kirchenchor. Das ist lustiger Pop.

Koziel: Wir singen traditionelle Kinderlieder sehr peppig. Das finden die Kleinen toll. Wir machen Musik wie Rolf Zuckowski und Volker Rosin. Zum Bewegen, Tanzen und gute Laune haben.

Koudsi: Unsere Musik ist wie in der Kinderdisco im Urlaub.

Wie viele Ihrer jeweils vier Kinder singen mit?

Koziel: Meine zehnjährige Tochter Mia, der zehnjährige Sohn Ilyas von Myriam Koudsi und ihr 13-jähriger Sohn Deniz. Die anderen sind noch zu klein. Sie sind aber immer mit dabei und stehen auch auf der Bühne.

Wird das manchmal etwas chaotisch mit so vielen Kindern?

Koziel: Chaotisch nicht, aber lustig. Die Kinder sind das gewöhnt, aber das ist schon eine Organisationssache.

Deniz, du singst auf dem aktuellen Album zum ersten Mal ein Solo, wie ist das?

Koudsi: Ich finde es cool, dass ich auf dem Album drauf bin. Live habe ich noch kein Solo gesungen, aber im Chor habe ich immer mitgesungen. Beim ersten oder zweiten Auftritt war ich aufgeregt, aber jetzt nach ein paar mehr bin ich entspannter. Es ist immer cool mit den anderen zusammen.

Was halten deine Mitschüler und Freunde davon?

Koudsi: Die finden das sehr gut, dass ich mein eigenes Lied habe, aber manchmal nerven sie und spielen es die ganze Zeit ab.

Ist das stressig neben der Schule?

Koudsi: Nein, wenn wir Auftritte haben, dann fahren wir nur am Wochenende. Ich mache hauptsächlich mit, weil die Auftritte und die Reisen viel Spaß machen.

Wie zeitaufwendig ist die Arbeit?

Koziel: Die Termine im Studio sind nur nachmittags, ungefähr einmal in der Woche. Einen großen Auftritt wie den Alpen Grand Prix in Meran, bei dem wir letztes Jahr den zweiten Platz gemacht haben, gibt es so alle drei Monate. Für ein Album brauchen wir ungefähr neun Monate.

Frau Koziel, wie schaffen Sie das mit vier Kindern und der Musik?

Koziel: Ich bin in erster Linie Mama, aber das lässt sich gut mit der Musik vereinbaren. Myriam Koudsi und ich treffen uns jeden Tag, um beispielsweise neue Songs zu schreiben. Da ist es kein Problem, zwischendurch die Kinder von der Schule abzuholen.

Was planen Sie als nächstes?

Koziel: Unser sechstes Album mit dem Thema Karneval ist schon fast fertig. Es fehlen noch ein paar Songs, aber das Album wird noch dieses Jahr erscheinen.