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Der stille Monat

Archivartikel

Den November mögen viele Menschen nicht so gern: Er ist oft neblig, nass und kalt. Doch woher hat er seinen Namen? Unser heutiger Kalender hat seinen Ursprung im alten Rom.

Schon Dichter Heinrich Seidel (1842-1906) sagte in seinem Gedicht über den November: „Keiner kann wie dieser toben.“ Langsam neigt sich das Jahr dem Ende zu. Die Tage werden kürzer. Den November mögen viele Menschen nicht so gern, weil er oft neblig, nass und kalt ist. So hat man ihn auch zum „Stillen Monat“ erklärt. Viele Trauertage wurden deshalb auch in diesen Monat gelegt. An diesem Sonntag, dem Volkstrauertag, gedenken wir aller Opfer und Soldaten, die in den Kriegen gestorben sind.

Jahresbeginn im März

Doch warum heißt der November so, wie er heißt? „Novem“ kommt aus der lateinischen Sprache und bedeutet „Neun“. Obwohl der November für uns der elfte Monat ist, war er bei den Römern der neunte. Und zwar deshalb, weil im alten Rom bis 153 vor Christus das Jahr im März begann und im Februar endete. Der erste Monat im damaligen römischen Kalender, der März, ist nach dem römischen Kriegsgott Mars benannt.

April kommt von „Aphrodite“, der griechischen Liebesgöttin. Bei den Römern hieß sie „Venus“, dennoch nannten sie den Monat nach der griechischen Göttin. Der Name Mai kommt von lateinisch „maiores“ und bedeutet „die Vorfahren“. Der Juni (lateinisch „juniores“) steht für die Jüngeren. Einer der berühmtesten Herrscher Roms war Gaius Julius Cäsar. Der Juli wurde zu seinen Ehren nach ihm benannt.

Sein Nachfolger war der erste römische Kaiser Augustus. Er lebte von 63 vor Christus bis 14 nach Christus. Ihm gewidmet war der Monat August. Der siebte Monat bei den alten Römern, war der September, das lateinische Wort „septem“ bedeutet sieben. Der Oktober war der achte Monat, von lateinisch „octo“ (acht). Dann kam schließlich der zehnte Monat. Das lateinische Wort „decem“ (zehn) verlieh dem Dezember seinen Namen. Der Januar war dem römischen Gott Janus gewidmet. Ein Gott des Anfangs und des Endes.

Er wird oft mit zwei Köpfen dargestellt. Man sagt auch heute noch zu Menschen, die zwei gegensätzliche Meinungen vertreten, sie seien janusköpfig. Der Februar bekam seinen Namen vom lateinischen Wort „februare“, was sich mit dem Verb „reinigen“ übersetzen lässt. Man benannte den Monat nach dem römischen Reinigungsfest Februa. Ab 153 vor Christus zählte das Jahr im römischen Kalender auch von Januar bis Dezember. Die Namen unserer Monate haben noch immer ihren Ursprung daher.