Kindernachrichten

Die Top-Spiele des Jahres

Archivartikel

Drei Neuheiten stehen in der engeren Wahl, am Montag in Hamburg den Preis „Kinderspiel des Jahres 2019“ zu bekommen. Das sind sie:

Für Geschickte

Wie viele Fässer fallen um und in welchen Farben? Talentierte Kegler erwischen mit einer großen Kugel bei „Tal der Wikinger“ mit etwas Glück genau diejenigen Fässer, die ihnen einen Vorteil verschaffen. Welche Fässer das sein können, zeigt der Steg auf dem Spielplan. Auf ihm gehen diejenigen Wikinger um ein Feld nach vorn, die der Farbe der umgefallenen Fässer entsprechen. Symbole neben den Feldern zeigen die jeweilige Beute. Kniffelig ist, dass besetzte Felder übersprungen werden können und die Beute nur dann genommen werden darf, wenn eine Figur über das letzte Feld des Stegs zieht. Fazit: Ein toll ausgestattetes Geschicklichkeitsspiel für clevere Taktierer, denn die Zugreihenfolge auf dem Steg spielt eine entscheidende Rolle.

Info: „Tal der Wikinger“ von Marie und Wilfried Fort, erschienen bei Haba. Zwei bis vier Spieler ab sechs Jahren, etwa ca. 20 Minuten, etwa 20 Euro

Für Wettschwimmer

Der riesige Spielplan von „Go Gecko Go!“ beeindruckt. Vier Rinnen sind darauf zu sehen – gefüllt mit Blatt-Plättchen, die sich verschieben lassen. Das ist geschickt, denn es gilt, vier Tiere die Wasserrinne entlang bis zum Ziel zu bringen. Tiere, die auf Blättern sitzen, kommen beim Schieben automatisch und ohne Würfelwurf voran. Doch Achtung: Geschoben werden dürfen die Plättchen nur, wenn ein Tier direkt vor einer Brücke steht. Aufeinandergestapelte Tiere passen womöglich nicht alle unter der Brücke hindurch. Gängig ist die Qual der Wahl: Welches Tier soll ich bewegen, welche Würfel wähle ich gegebenenfalls aus? Fazit: Ein spannendes Wettlaufspiel für Glückspilze und Taktierer; meist zeigt sich erst zum Schluss, wer Sieger wird.

Info: „Go Gecko Go!“ von Jürgen Adams, erschienen bei Zoch. Zwei bis vier Spieler ab sechs Jahren, etwa 20 Minuten, etwa 30 Euro 

Für Gedächtnisprofis

„Fabulantica“ ist ein Spiel für bis zu fünf Abenteuerlustige, die durch das Ausspielen von Reisekarten ein Märchenland durchqueren. In welche Richtung sie am besten ziehen sollen, weiß anfangs niemand. Immer dann, wenn ein Spieler mit seiner Figur an einem der zwölf gelben Türme Halt macht, zeigt sich allerdings, welches Wesen sich darunter versteckt. Deckt ein Spieler etwa eine Hexe auf und liegt in der Auslage eine Karte mit eben dieser Hexe und einem König in der oberen Ecke, darf er die Karte zu sich nehmen. Sein Ziel ist es nun, den König zu finden. Doch unter welchem Turm steckt er nur? Fazit: Ein schön gestaltetes Lauf- und Merkspiel, das ziemlich herausfordernd ist, da die Türme während der Partie immer wieder versetzt werden.

Info: „Fabulantica“ von Marco Teubner, erschienen bei Logis/Pegasus Spiele. Zwei bis fünf Spieler ab sechs Jahren, etwa 25 Minuten, etwa 25 Euro