Kindernachrichten

Ein Monster namens Corona

Archivartikel

Es war mal ein Tag im März 2020.

Ich war mit meiner Mama und meiner Schwester auf dem Weg zum Frisör. Das Wetter war schön und wir haben ein Eis gegessen .Meine Schwester und ich hatten gute Laune, denn es war endlich Wochenende!

Wir gingen gemütlich zum Frisör und meine Mama wartete draußen. Als ich stolz mit meiner neuen Frisur raus kam sagte sie zu mir: „So wie es aussieht, wird wegen dem Corona Virus die Schule geschlossen.“ Ich habe sie entsetzt angeschaut und gefragt: „ Ist der wirklich so schlimm? „ Meine Schwester aber sagte nur: „ Ist doch cool, dann haben wir ganz lange Ferien.“

Für mich war Corona irgendwie unheimlich, wie ein Monster, das man nicht braucht.

Meine Mutter beruhigte uns und sagte uns, dass das Vorsichtsmaßnahmen sind. Die Forscher würden noch zu wenig von dem Virus wissen und man wollte vermeiden, dass sich zu viele gleichzeitig anstecken.

Es war komisch für uns. Dann fielen mir noch meine Oma und mein Opa ein. Die waren nämlich auf Mallorca. Weit weg von uns.

Mama sagte, wir sollen ganz entspannt bleiben und erst mal heim fahren. Das haben wir getan. Im Autoradio haben wir dann die endgültige Nachricht gehört, dass die Schulen schließen.

Noch war aber draußen und zu Hause alles ziemlich normal. Ich habe abends sogar noch meinen Freund getroffen.

Aber nach und nach hörte man in den Nachrichten, dass wohl doch nicht alles so normal ist. Man soll zu Hause bleiben, verschieden Geschäfte machen zu und man hörte überall nur noch von dem Monster namens Corona.

Auch wir gingen an dem Wochenende noch viel einkaufen. Man wusste ja nicht, was kommt.

Als erstes habe ich gelernt, dass es wichtig ist, dass man Konserven, Nudeln, aber vor allem Klopapier zu Hause haben muss und ganz viel Desinfektionsmittel.

Ich habe aber schnell bemerkt, dass es gar  nicht so einfach war, das alles zu bekommen.

Wir waren immer wieder im Kontakt mit meiner Oma und meinem Opa. Sie hatten keine guten Nachrichten. Ihr Rückflug wurde gestrichen und wir machten uns alle Sorgen.

Eine komische Zeit. Die Straßen und Geschäfte wurden immer leerer und dann wurde auch noch der schöne Spielplatz vor unserem Haus gesperrt. Ich durfte ab sofort dann keine Freunde mehr treffen und auch sonst kam kein Besuch mehr zu uns.

Dann war das Wochenende um und meine Schwester und ich bemerkten, dass es keine Ferien waren, sondern die Schule viele Aufgaben an uns stellte. Zum Glück musste Mama nicht arbeiten und war für uns da.

Irgendwie hatte das Corona Monster doch was Gutes. Wir haben uns als Familie viele schöne Sachen überlegt, die wir zusammen machten. Wir haben angefangen zu backen, zu malen und ganz viel Rad zu fahren. Abends, wenn Papa da war, haben wir dann oft eine Nachtwanderung gemacht.

So viel haben wir alle schon lange nicht mehr gemeinsam gemacht.

Eines Morgens kam Mama aufgeregt ins Zimmer zu mir und sagte: „ Schnell zieht euch an, Oma und Opa können mit einem Sonderflieger von Mallorca nach Hause kommenn!“ Ich freute mich sehr und wir haben sie mit Mundschutz und Handschuhen in Mannheim am Bahnhof abgeholt. Wenigstens ein Problem war gelöst.

So komisch das Corona Monster auch ist, irgendwie ist diese Zeit doch besonders. Sie gibt mir Hoffnung, dass man mit der Familie wieder mehr macht und besonders Dinge, die man schon länger nicht mehr gemacht hat.

Das Corona Monster zeigt uns, wie wichtig die Familie ist und wie wichtig die Gesundheit ist.

Man sollte froh sein über die kleinen Dinge, die man hat und sollte nicht immer mehr wollen. Das Wichtigste ist die Gesundheit.

Meine Hoffnung ist, dass die Menschen gelernt haben, was wirklich wichtig ist. Nämlich nicht das Geld, denn damit kann man sich keine Gesundheit kaufen.

Ich sage euch allen: „ Bleibt gesund und lernt die glücklichen Augenblicke mit eurer Familie wieder zu schätzen.“

Wir werden diese Zeit alle überstehen und später darüber erzählen. Ich habe mit meiner Mama angefangen, ein Corona Tagebuch zu schreiben, damit ich später eine Erinnerung daran habe, wie diese besondere Zeit mit dem Corona Monster so war.

Also, gebt alle die Hoffnung nicht auf!