Kindernachrichten

Ein weiser Kater

Archivartikel

Nach einem strahlenden Sommer sind die Nebel des Herbstes, seine grauen, kalten, feuchten Tage gute Gründe für sehr schlechte Laune. Pettersson jedenfalls ist wie ein Autoreifen, dem die Luft ausgegangen ist, er hängt in der Sofaecke und will von der Welt nichts wissen. Ganz anders fühlt sich Findus: Der Kater kann überhaupt nicht verstehen, warum Pettersson so muffig ist und versucht, ihn mit allen Mitteln seiner Katerfröhlichkeit aufzuheitern.

Leider macht genau das den Alten aber erst wütend, und Findus muss erleben, wie das klingt, wenn jemand mit der Faust auf den Tisch haut und unschöne Wörter brüllt. Doch Pettersson weiß, dass man einen Kater nicht anschreit, und ist deshalb umso unglücklicher. Wäre nicht Findus von großer Weisheit und Großmut, wer weiß, wie sich dieser Tag entwickelt hätte.

Aber der Kater hat eine gute Idee, wie die verfahrene Situation doch noch gut gelöst werden kann: Er muss den Alten dazu verführen, das zu tun, was er am liebsten tut… Man wäre so gerne dabei, wenn die beiden dann in ihrem Boot auf dem See darauf warten, dass die Ruhe zu ihnen kommt und Pettersson glücklich macht.

Gabriele Hoffmann ist Diplom- Pädagogin, Kinderbuch-Expertin und Initiatorin des „Heidelberger Leander“. Auf dieser Seite stellt sie regelmäßig Bücher für Kinder vor.

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