Kindernachrichten

Kniffliges fürs Nest

Der Osterhase bringt bekanntlich gerne Eier und Schokolade – doch es geht auch anders. Unsere Spiele-Expertin gibt Tipps zu empfehlenswerten Neuheiten.

Ostern steht vor der Tür, und da wäre es doch toll, ein Spiel geschenkt zu bekommen. Ein paar Vorschläge:

Für Geschickte

Tiere auf einer grünen Platte vorwärts bewegen und Kokosnüsse sammeln? Das kann ja wohl jeder! Fakt ist aber: Selbst die Geschicktesten scheitern bei „Voll verwackelt“ irgendwann, denn die grüne Scheibe macht ihrem Namen „Wackelplatte“ alle Ehre. Kniffelig ist: Je nach Würfelergebnis und Position der Tiere bleibt den Spielern manchmal keine andere Wahl, als das Gleichgewicht auf der Laufstrecke zu stören. Rutschen die Tiere ab, sind die Kokosnüsse zwar nicht alle verloren. Doch die Unruhe steigt: Wer riskiert wie viel und wem ist das Glück am meisten hold? Fazit: wackelig, spannend, toll.

Für Gruppen

Nach einer Runde aufhören? Unmöglich! „Werwörter“ ist so großartig, dass sich kommunikative Gruppen am liebsten stundenlang am Suchen und Verschleiern von Zauberwörtern beteiligen wollen – egal ob als Bürgermeister, Werwolf oder Dorfbewohner. Wer welche Rolle gezogen hat und das Zauberwort kennt, bleibt geheim. Nur der Bürgermeister gibt sich zu erkennen und darf innerhalb von vier Minuten die Fragen der Spieler wortlos beantworten. Wie dies funktioniert, warum er mitunter auch lügen darf und warum die Werwölfe mit ihren Fragen unauffällig von der Lösung ablenken sollten, ist eingängig zu verstehen. Wer fragt, blufft und rät am besten? Fazit: ein grandioser Wort-Rätsel-Spaß, und die mitgelieferte App ist ein toller Ersatz für den Spielleiter.

Für Kinofans

Es gibt Spiele, die sind thematisch hervorragend umgesetzt. „Showtime“ ist so ein Glanzstück, denn hier geht es darum, einen Kinosaal geschickt mit Zuschauern zu befüllen. Die Gäste sind auf Karten abgebildet und haben bestimmte Vorlieben. Komödien-Fans bringen in Runden, in denen etwas Lustiges läuft, Zusatzpunkte. Manche Gäste können andere Besucher von ihren Plätzen vertreiben. Der Zufall spielt eine große Rolle, denn welche Gäste man auf die Hand zieht, lässt sich nicht vorhersehen. Je nach Situation können die Karten viele oder wenige Punkte bringen. Fazit: „Showtime“ ist ein kurzweiliges Spiel – geeignet für die ganze Familie.

Für Quizfreunde

Wem fällt eine Hauptstadt mit „W“ ein? Wer kennt ein Musikinstrument mit „G“? Und gibt es einen Filmtitel, der mit „T“ beginnt? Zugegeben: „Stadt, Name, Land“ ist alles andere als neu. Trotzdem ist das Wissensquiz nach wie vor empfehlenswert, und zwar nicht nur als Spiel, bei dem Begriffe wie „Tier“, „Pflanze“, „Farbe“ in die oberste Spalte einer Tabelle geschrieben, sondern auch in der Kartenvariante. Ziel ist es, am schnellsten eine Antwort geben zu können – etwa „Gitarre“ bei der Frage nach einem Instrument mit „G“. Der reaktionsschnellste Spieler bekommt die Frage-Karte, ein neuer Buchstabe wird gezogen und mit einer neuen Frage-Karte kombiniert. Fazit: eingängig, kurzweilig und erweitert spielerisch die Allgemeinbildung.

Für Zocker

Taktiker werden sich bei „Rück’s raus!“ am Planen versuchen. Doch Achtung: Der Glücksfaktor ist hoch – unter anderem deshalb, weil die Mitspieler sich gegenseitig Klunker zuschieben und wegnehmen können. Nicht, wer am Ende der Partie am meisten Klunker hat, gewinnt; Sieger wird der Spieler mit dem zweitmeisten Klunker! Generell gilt, dass jeder Spieler das gleiche Set an Zahlenkarten bekommt und in jeder Runde eine Karte verdeckt vor sich ablegt. Nach wenigen Runden läuft die Partie flüssig durch. Fazit: zum Lachen, Freuen und Fluchen.