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Kranke Bäume

Archivartikel

Dem deutschen Wald geht es nicht gut. Schuld daran ist vor allem der Klimawandel. Das muss man aber nicht einfach so hinnehmen. Jeder Einzelne kann etwas dagegen unternehmen.

Wer gerne im Wald spazieren geht, dem ist sicher schon aufgefallen, dass es viele Bäume gibt, die rot-braune Blätter und Nadeln haben, während andere Bäume noch saftig grün wirken. Hierfür kann es zwei Gründe geben: Einer davon ist der Borkenkäfer. Hat der Schädling die Bäume befallen und dort seine Eier abgelegt, schwächt das die Pflanze. Manche Bäume werden sogar so schwach, dass sie absterben.

Der zweite Grund für die Blattfärbung könnte der Klimawandel sein. Durch die große Hitze und den wenigen Regen geht es dem Wald nicht gut. Verliert ein Baum seine grünen Blätter schon im Sommer, kann das ein Zeichen dafür sein, dass er zu wenig Wasser hat. Eine Pflanze mit braunen Blättern kann sich wiederum nur schlecht gegen Schädlinge wehren. Das freut den Borkenkäfer, der somit ein leichtes Spiel beim Eierlegen hat.

Heizung herunterdrehen

Die meisten Experten sind sich einig: Der Klimawandel – nämlich die vielen Wochen ohne richtigen Regen, die Zunahme der heißen Tage und immer mehr Unwetter – ist schuld am schlechten Zustand des Waldes. Aber jeder kann etwas gegen den Klimawandel tun und somit helfen, dass es dem Wald wieder besser geht. Der Bund für Umwelt und und Naturschutz, dessen Abkürzung „BUND“ lautet, listet auf seiner Internetseite Vorschläge auf, was im Alltag gegen das Waldsterben getan werden kann.

Eine Möglichkeit besteht darin, Strom zu sparen. Wenn wir die Heizung nicht brauchen, drehen wir sie herunter. Und beim Verlassen eines Raums schalten wir das Licht aus. Wasch- und Spülmaschinen verbrauchen besonders viel Strom. Also lassen wir diese Maschinen am besten erst dann laufen, wenn sie auch wirklich voll sind. Strom wird in Kraftwerken hergestellt. Häufig werden dafür Kohle, Öl oder Gas verbrannt, dadurch entsteht Kohlendioxid, was oft nur CO2 genannt wird. Dieses steigt, sobald es erzeugt ist, in die Luft und bleibt viele Kilometer über dem Erdboden hängen.

Das hat zur Folge, dass die Wärme der Erde nicht mehr so gut in den Weltraum entweichen kann. Also wird es auf der Erde immer heißer und das Wetter spielt öfters mal verrückt. Wer auf Strom zurückgreift, der nicht in Kohle-, Öl- oder Gaskraftwerken hergestellt wird, kann helfen, dass weniger Kohlendioxid erzeugt wird. Bei den erneuerbaren Energien ist der Ausstoß viel geringer. Zu ihnen zählen unter anderem Sonnen- und Windenergie. Die Stromgewinnung durch Sonne erfolgt über sogenannte „Photovoltaik-Anlagen“, das sind die großen verspiegelten Scheiben, die häufig auf Hausdächern montiert sind. Sie fangen Sonnenstrahlen ein und wandeln sie in Strom um – zumindest dann, wenn die Sonne scheint. Für die Windenergie werden hingegen große Windräder genutzt. Wir können dem Wald also helfen, wenn wir weniger Kohlendioxid produzieren. Das funktioniert auch, wenn wir seltener Auto fahren, denn auch dabei wird CO2 produziert. Statt das Auto könnte man öfter die Bahn nutzen oder kürzere Strecken mit dem Fahrrad oder zu Fuß zurücklegen.

Erdbeeren vom Markt

Ebenso hilfreich ist es, Lebensmittel aus der Region zu kaufen. Natürlich ist es toll, im Winter Erdbeeren zu essen. In der kalten Jahreszeit muss solches Obst aber aus Ländern, in denen es dann wärmer ist, eingeflogen oder mit dem Lkw hertransportiert werden. Doch beim Transport über so weite Strecken entsteht viel Kohlendioxid. So lecker Erdbeeren auch sind, dem Klima und damit dem Wald wäre geholfen, die Früchte dann zu kaufen, wenn sie auf dem heimischen Markt angeboten werden.

Hauptverantwortlich für braune Blätter und abgestorbene Bäume ist der Klimawandel. Diesem lässt sich jedoch entgegenwirken. Jeder Einzelne kann mit kleinen und größeren Maßnahmen dazu beitragen, dass er nur langsam voranschreitet. Und ein geschädigter Baum ist nicht verloren, er kann sich erholen und dann wieder saftig grüne Blätter oder Nadeln tragen.