Kindernachrichten

Mut zum Auffallen

Archivartikel

Zu Fasching schlüpfen viele Menschen in Kostüme. Und manche von euch fragen sich sicher: Wie verkleide ich mich? In diesem Artikel geben Experten dafür nützliche Tipps.

Bald ist es schon Fasching. Dann wird sich wieder verkleidet, getanzt und gesungen. Doch manchmal ist das mit dem Verkleiden gar nicht so einfach. Und dann fragt ihr euch vielleicht: Was ziehe ich dieses Mal an? Dasselbe Kostüm wie im vergangenen Jahr? Oder doch etwas Anderes?

Hans Peglow ist Experte, wenn es um Verkleidungen geht. Er arbeitet in einem Kostümgeschäft in Bürstadt. Das liegt im Süden des Bundeslandes Hessen, gar nicht so weit von Mannheim entfernt. Peglow findet, dass es bei Kostümen keine Vorschriften geben sollte, was man anziehen muss. „Es gibt so viele Möglichkeiten“, sagt er.

Cowboy oder Pirat

Manche gehen als Cowboy, andere als Piraten oder Indianer. Doch auch Superhelden wie Batman oder Superman sind immer wieder gefragt. Und wer die Figuren aus den Star-Wars-Filmen mag, kann sich auch als diese verkleiden. Wer wenig Filme schaut und sich lieber am echten Leben orientiert, kann auch als Polizist gehen. Also könnt ihr eigentlich nichts falsch machen. Denn das Schöne an Fasching ist: Es gibt nichts, was „out“ ist. „Alles ist möglich“, sagt Peglow.

Doch manchmal weiß man ja auch gar nicht, was man anziehen soll, weil die Ideen fehlen. Was macht man dann? Dann könnt ihr schauen, ob es bei den Kostümen bestimmte Trends gibt. Das sind Verkleidungen, die in einem bestimmten Jahr besonders häufig getragen werden. Manche Geschäfte bieten dann auch besonders viele von diesen Kostümen an. Björn Lindert ist Chef von einer großen Kostümfirma, die mehrere Läden in Deutschland hat, unter anderem auch in Viernheim, einem Nachbarort von Mannheim.

Hippie-Kostüme für Kinder gibt es in diesem Jahr besonders häufig. Hippies sind Menschen, die vor etwa 60 Jahren auf der ganzen Welt unter anderem für mehr Frieden demonstriert haben. Sie sind auch durch ihre lustigen und bunten Kleider bekannt geworden. Kostüme, die so aussehen wie das, was sie damals getragen haben, bei Björn Linderts Firma gerade voll im Trend. Wer diese Kostüme aber nicht mag, braucht sich keine Sorgen zu machen. Es gibt auch genug klassische Verkleidungen wie Clowns oder Meerjungfrauen. Lindert sagt: „Wir bleiben unserem Motto ,Sei wer du willst’ treu und bieten für jeden das richtige Kostüm an.“

Sich beraten lassen

Für den Kostümkauf hat Lindert noch einen Tipp parat. Wer früh seine Verkleidung für Fasching besorgt, erspart sich eine Menge Stress: „Wer nicht zu spät kommt, der spart sich am Ende eine Entscheidung unter Zeitdruck.“ Und noch aus einem anderen Grund ist es gut, früh genug Kostüme zu kaufen. Wenn man zu spät kommt, ist die Lieblings-Verkleidung vielleicht schon ausverkauft. Deshalb gilt: Auf Nummer sicher gehen und nicht zu spät kaufen oder bestellen.

Doch selbst wenn man bereits jetzt ein Kostüm kauft, stellt sich manchmal die Frage: Steht mir das? Björn Lindert findet, dass man davor keine Angst haben muss. Er rät: „Habt Mut zum Auffallen. Oftmals lassen sich verschiedene Kostümteile zu ganz besonderen Einzelstücken kombinieren, die sehr ausgefallen sind.“

Das braucht dann zwar etwas mehr Zeit, als wenn ihr euch ein fertiges Kostüm aus einem Guss kauft. Dafür seid ihr aber auf jeder Party einzigartig und müsst keine Angst haben, dass jemand Anderes ganz zufällig genau die gleiche Verkleidung hat wie ihr.