Kindernachrichten

„Nichts ist unmöglich“

Frank Schilling arbeitet seit mehr als 30 Jahren als Zauberkünstler. „Der fliegende Emil“ ist der erste Kartentrick, den er schon als Kind gelernt hat. Der Ludwigshafener zeigt, wie ihr ihn mit ein wenig Übung ganz einfach nachmachen könnt.

Wer möchte nicht gerne zaubern können? Frank Schilling beherrscht die Zauberkunst aus dem Effeff. Kein Wunder: Er macht das den ganzen Tag über. Der 50-Jährige aus Ludwigshafen ist von Beruf Zauberkünstler. Er beherrscht es, durch Tricks Illusionen – also falsche Wahrnehmungen der Wirklichkeit – entstehen zu lassen. Er kann zum Beispiel Dinge verschwinden und sogar Menschen schweben lassen – das heißt: Er lässt es zumindest so aussehen . . .

Uralte Requisiten

Fürs Zaubern gilt, findet Frank Schilling: „Es gibt nichts, was unmöglich ist.“

Sein Büro ist vollgestopft mit lauter Requisiten, die man eben so fürs Zaubern braucht. Frank Schilling hat etwa einen schwebenden Tisch und eine Hand-Guillotine. Seine Zauber-Requisiten sind teilweise schon sehr alt. Manche, erzählt er, stammen aus dem Jahr 1940 und werden heute noch von ihm verwendet. „Darauf bin ich sehr stolz“, sagt Frank Schilling.

Viele kennen ihn aber unter dem Namen Gafraschilli – das ist sein Künstlername. Und hat auch eine Bedeutung: Gafraschilli steht für „Gastspiele mit Frank Schilling“.

Wenn man ihn nach seinem Lieblingstrick fragt, kann er sich kaum entscheiden. Einen Kartentrick namens „Sixpack“ mache er sehr gerne, erzählt er. Dabei zeigt er seinen Zuschauern ein Kartenset, das immer wieder die Farbe auf der Rückseite ändert – also aus blau wird grün, aus grün rot und so weiter.

Wenn er auf einer großen Bühne steht, lässt Frank Schilling gerne eine brennende Zigarette verschwinden. Oder er zaubert mit einer Zeitung und verwandelt Wasser in Milch und manchmal auch in Cola oder Cognac.

Mit seinen Vorführungen unterhält er nicht nur viele Menschen, sondern er gibt sein Wissen auch weiter – in seiner Zauberschule! Seine Kurse richten sich natürlich an andere Berufszauberkünstler, aber auch an Hobbyzauberer und solche, die es werden wollen.

Der erste Trick

Und noch einen Zaubertrick mag Frank Schilling besonders gerne. Er heißt „Der fliegende Emil“. Diesen Trick hat der Zauberer schon beherrscht, als er selbst noch ein Kind war. Es war sein erster Zaubertrick.

Dabei hält der Zauberer fünf Karten in der Hand. Eine Karte kommt – wie von ganz alleine – mal rechts, mal links aus den Karten heraus. Manchmal lässt der Zauberer sie auch einige Meter in die Höhe springen. Der Zuschauer weiß nicht, wie der Zauberer die Karte springen lässt.

Dieser Trick sei aber einfach, sagt Frank Schilling. „Auch Kinder können den gut lernen.“ Und eigens für die Kinderseite erklärt er, wie ihr den Trick nachmachen könnt.

Das braucht ihr dafür: fünf Spielkarten – ihr könnt vier gleiche Karten nehmen, aber die fünfte ist am besten ein Joker oder ein Ass und euer „Emil“. Außerdem benötigt ihr noch ein Gummiband und eine Schere.

Die Vorbereitung: Bei zwei Karten schneidet ihr jetzt in der Mitte von der kurzen Seite etwa zwei bis drei Zentimeter ein. Dann spannt ihr euer Gummi dazwischen. Ihr nehmt zwei weitere Karten, um dieses Gummi vorne und hinten zu verdecken – es soll nämlich keiner sehen, dass es da ist.

Und so funktioniert der Trick: Eure Karte, die ihr als „Emil“ auserkoren habt, drückt ihr vorsichtig zwischen die Karten und das Gummiband. Dann legt ihr euren Daumen und Zeigefinger auf die rechts Achse. Wenn ihr jetzt ganz leicht loslasst, dann bewegt sich der Emil nach rechts. Legt ihr Daumen und Zeigefinger auf die linke Achse, bewegt er sich nach links. Und was am meisten Spaß macht: Wenn ihr den Daumen in die Mitte der Karten nehmt und dann schnell loslasst, fliegt der Emil in die Höhe.

Übung macht den Meister

Damit das so klappt, müsst ihr ein bisschen üben. Das müssen die großen Zauberer aber auch. Frank Schilling sagt: „Wenn ihr diesen Kartentrick für zwei Wochen etwa jeden zweiten Tag übt, dann habt ihr ihn drauf.“

Jeder kann das Zaubern lernen, ist der Zauberkünstler überzeugt. Für den „Wow-Effekt“, sagt Frank Schilling, brauche man vor allem Fingerfertigkeit und Ausdauer.

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