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Schnabelformen führten zu einer weltberühmten Idee

Archivartikel

Dass sich Tiere und Pflanzen der Umwelt anpassen, war die Entdeckung von Charles Darwin. Er ist der Begründer der Evolutionstheorie.

Charles Darwin ist ein berühmter Wissenschaftler aus Großbritannien. Er hat vor bald 200 Jahren eine bis heute wichtige Idee in der Forschung geprägt: die Evolutions-Theorie. Das Wort „Evolution“ stammt ursprünglich aus dem Lateinischen und bedeutet Entwicklung. Bei der Idee geht es darum, wie sich Lebewesen aufgrund ihrer Umwelt anpassen und entwickeln.

Auf seine Theorie kam Charles Darwin wohl, als er Finken-Vögel auf den Galapagos-Inseln untersuchte. Das ist eine Inselgruppe vor der Küste Südamerikas. Dort beobachtete der Forscher, dass mehrere Finken-Arten unterschiedlich geformte Schnäbel hatten. Die einen hatten kleinere, die anderen kräftigere Schnäbel.

Charles Darwin fand bei seinen Beobachtungen der wilden Natur etwas ganz besonderes heraus: Auf den meisten Galapagos-Inseln leben miteinander verwandte Finken-Vögel, die sich nur in der Form ihrer Schnäbel unterscheiden. Je nachdem, welche Samen die Tiere knacken oder welche Insekten sie fangen, haben sich ihre Schnäbel entsprechend entwickelt.

1859 veröffentlichte Charles Darwin diese Beobachtungen in einem eigenen Buch, das von da an vielen anderen Wissenschaftlern bei ihrer Forschung weiterhelfen konnte. Es dauerte jedoch noch ein paar Jahrzehnte, bis sich seine Ergebnisse in der Wissenschaft durchsetzten. dpa