Kindernachrichten

Starthilfe ins Leben

Ein kleines Baby kann noch keine feste Nahrung zu sich nehmen. Stattdessen bekommt es Muttermilch - die beste Mahlzeit für Neugeborene.

Pizza, Schokolade oder Erdbeereis? Ganz egal, was heute euer Lieblingsessen ist: Als ihr noch ein Baby wart, hat eure Mutter euch mit großer Wahrscheinlichkeit gestillt, also euch an ihrer Brust genährt. Daran könnt ihr euch natürlich nicht mehr erinnern. Vielleicht findet ihr die Vorstellung jetzt sogar ein bisschen seltsam. Dabei ist das etwas ganz Natürliches. Noch dazu konnte euch wahrscheinlich nichts Besseres passieren: Muttermilch ist nämlich die gesündeste Nahrung für einen Säugling.

Wichtige Bestandteile

Wissenschaftler haben festgestellt, dass Babys, die gestillt wurden, später weniger krank sind. Sie haben zum Beispiel nicht so oft Bauchweh oder Allergien wie Kinder, die nicht gestillt wurden.

Und das liegt an der Muttermilch. Sie besteht aus Wasser, Eiweiß, Fett, Kohlenhydraten und Vitaminen. Und in ihr sind auch wichtige Stoffe enthalten, die dem Baby helfen - zum Beispiel bei der Verdauung, die bei einem kleinen Menschen ja erstmal so richtig in Gang kommen muss. Und auch bei der Abwehr von Krankheitserregern, denn auch das Immunsystem muss erst hochfahren.

Muttermilch entsteht im Körper der Frau aufgrund der Hormone, die während und nach der Schwangerschaft gebildet werden. Eine Frau kann bis zu 800 Milliliter Milch am Tag produzieren.

Die Muttermilch direkt nach der Geburt ist besonders nährreich. Sie gibt dem Baby quasi alles, was es für einen guten Start ins Leben braucht. Schon ein paar Tage später verändert sich die Milch. Sie enthält plötzlich mehr Fette. Aber das ist genau richtig für den Säugling, denn jetzt soll sein Wachstum gefördert werden. Ärzte empfehlen Müttern deshalb, die ersten sechs Monate nur zu stillen. Danach kann ein Kind auch schon feste Nahrung essen - und auch noch eine zeitlang parallel weiter gestillt werden.

Natürlich gibt es auch viele gute Gründe für Mütter, warum sie ihr Kind nicht stillen. Vielleicht weil sie gesundheitliche Probleme haben oder weil es sich nicht mit ihrem Beruf vereinbaren lässt. Dann ist Milchpulver ein guter Ersatz.

Am Ende ist nicht so wichtig, ob die Mutter ihr Kind nun mit der Flasche oder an der Brust füttert: So oder so stärkt es die Bindung zwischen den beiden. Und danach ist das Baby satt und zufrieden. Und kann glücklich einschlafen.