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Tierische Tricks

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Die „Löffel“ in die Luft halten, die Zunge rausstrecken oder im Schatten verstecken – Tiere haben unterschiedliche Methoden, sich bei Hitze abzukühlen.

Wir schwitzen, fächern uns Luft zu, kaufen uns einen Ventilator oder gehen ins Freibad – so werden wir Menschen mit dem heißen Sommerwetter fertig. Doch was machen eigentlich Tiere, wenn ihnen warm ist? Die unterschiedlichen Lebewesen haben verschiedene Tricks auf Lager, um durch die heiße Jahreszeit zu kommen. So zum Beispiel Hasen. Sie haben nicht nur große Ohren, um besonders gut hören und Feinde erkennen zu können. Sie können mit ihren Löffeln auch ihre Temperatur kontrollieren. Bei Hitze werden die Ohren stärker durchblutet und geben so Körperwärme ab. Außerdem hecheln Hasen, ähnlich wie Hunde. Und sie verstecken sich an schattigen Plätzen wie unter Gebüsch.

Zunge hilft beim Kühlen

Dass Hunde hecheln, wenn ihnen warm ist, wissen viele. Doch wie genau kühlen sie sich damit ab? Beim Hecheln verdunstet über die aus dem Maul hängende Zunge Feuchtigkeit. Dadurch kühlt sich das Tier ab. Doch das ist nicht der einzige Trick der Vierbeiner. Genauso wie Hasen legen sie sich in den Schatten und bewegen sich sogar weniger, weil sie kluge Tiere sind und wissen, dass sie so weniger schwitzen.

Auch Katzen machen sich bei sommerlichen Temperaturen ihre Zunge zunutze. Aber auf andere Art und Weise als Hunde: Stubentiger lecken ihr Fell ab. Wenn der Speichel, dann verdunstet kühlt das die Tiere. Wenn es besonders heiß ist, hecheln auch sie.

Schweine lassen ebenfalls die Zunge raushängen, schwitzen können sie gar nicht. Das Sprichwort „schwitzen wie ein Schwein“ ist also Quatsch. Außerdem interessant: Würden die quiekenden und grunzenden Tiere in die Sonne gehen, bekämen sie ganz schnell einen Sonnenbrand, weil sie kein Fell haben. Deshalb bleiben auch sie lieber im Schatten. So wie Menschen, nehmen Vögel gerne mal ein Bad, sie freuen sich also, wenn wir Menschen ihnen eine Schale mit Wasser hinstellen, in der sie planschen können. Und ist gerade kein erfrischendes Bad in der Nähe, dann plustern sie sich auf. Dadurch kommt kühler Wind schneller an die Haut, und die Wärme staut sich nicht so sehr im Gefieder an. Steht mittags die Sonne am höchsten, bewegen sich die Tiere so wenig wie möglich.

Ähnlich wie wir Menschen fächern sich Bienen auch Luft zu: Wird es ihnen zu warm, setzen sich die Tiere vor den Bienenstock und leiten Luft hinein. Wie lebendige Ventilatoren vibrieren sie mit ihren Flügeln. Reicht das nicht, dann fliegen die gelb-schwarzen Tiere in den Schatten und landen an Pfützen, um zu trinken.