Kindernachrichten

Und alle werden wach!

Wenn es wärmer wird, verändert sich plötzlich alles: Pflanzen beginnen zu blühen, Insekten kriechen aus ihrem Unterschlupf hervor, die Zugvögel kehren heim. Der Frühling kommt.

Viele Menschen freuen sich jetzt auf den Frühling. Die Tage werden länger, die Sonne zeigt sich und es wird langsam auch wieder wärmer. Man sagt auch oft: Die Natur erwacht zum Leben. Aber was ist damit gemeint? Welche Veränderungen bringt der Frühling?

Die ersten, die wissen, dass es Frühling wird, sind die Pflanzen. Sie haben so etwas wie ein eigenes Thermometer. Bäume zum Beispiel: Schon nach den ersten wärmeren Tagen fangen sie an auszutreiben. Sie bekommen wieder Blätter. Nach tristen, kalten und nassen Monaten erstrahlt im Wald bald wieder alles grün. Aber nicht jeder Baum erwacht zur gleichen Zeit – das hängt von der jeweiligen Art ab.

Überall Gezwitscher

Auch Sträucher und Blumen wissen genau, wann sie loslegen dürfen. Sie nehmen ihre Umgebungstemperatur und die Länge des Tages wahr. Aber auch hier gilt: Wann eine Blume anfängt zu blühen, hängt nicht nur von ihrer Umgebung ab, sondern auch von ihrer Art. Und natürlich von ihr selbst, also zum Beispiel davon, wie groß sie schon ist oder ob sie erst noch ein bisschen wachsen muss.

Wenn der Frühling endlich kommt, freut sich auch die Vogelwelt. Sie begrüßt ihn mit viel Gesang. Ein paar Vögel, wie zum Beispiel die Blaumeise, könnt ihr vielleicht auch früher schon hören – denn sie verbringt die kalte Jahreszeit bei uns. Viele andere Vögel aber haben sich im Winter auf den Weg in wärmere Gegenden gemacht. Sie kehren jetzt zurück und stimmen in das Konzert ein.

Und auch andere Tiere kommen jetzt plötzlich wieder aus der Versenkung hervor: Sie sind aus dem Winterschlaf erwacht – und haben jetzt erst einmal ordentlich Hunger! Der Igel wird im März munter und begibt sich erstmal auf Futtersuche.

Und was ist noch typisch Frühling? Der Marienkäfer natürlich! Ihr könnt ihn an den typischen Punkten auf dem roten Panzerkleid erkennen. Viele Menschen glauben, die Punkte stehen für das Alter des Käfers. Tatsächlich aber ist so nur die jeweilige Art zu erkennen. Die auffällige Farbe ist außerdem ein Warnsignal an Fressfeinde. Auch Marienkäfer ziehen sich zurück, wenn es kalt ist. Sie überwintern in großen Gruppen. Dafür suchen sie sich meist einen Unterschlupf in Baumritzen oder unter Moos. Doch sobald es Frühling wird, kommen sie aus ihrem Versteck und ihr könnt euch an ihrem Anblick erfreuen.

Zwei Starttermine

Für Wetterexperten hat der Frühling übrigens schon begonnen. Wetter-Fachleute teilen die vier Jahreszeiten nämlich immer in drei volle Monate ein, denn dann können sie Veränderungen im Laufe mehrerer Jahre besser miteinander vergleichen. Dem Frühling gehören die Monate März, April und Mai. Für die sogenannten Meteorologen war also am 1. März bereits der Stichtag.

Man kann den Frühling aber auch an einem Ereignis im Himmel festmachen, nämlich am Stand der Sonne und davon, wann sie den Himmelsäquator überschreitet. Wenn dann Tag und Nacht gleich lange dauern, geht für Biologen der Frühling los. Man nennt das auch: Tag-und-Nacht-Gleiche. Und das passiert am Mittwoch, 20. März – also in wenigen Tagen.