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Urlaub in der Heimat

Wo geht’s in den Ferien hin? Auf diese Frage antworten in diesem Jahr viele Leute mit: Deutschland. Denn in der Corona-Krise entscheiden sich viele Leute für eine Reise im eigenen Land.

Schmale Stufen führen an der steilen Felswand hinauf. Davor hat sich eine lange Schlange gebildet. Die Wanderer warten, um die Stufen hochzuklettern. Doch das dauert! Denn auf dem Weg durch das Elbsandsteingebirge im Bundesland Sachsen sind richtig viele Leute unterwegs.

An vielen Orten in Deutschland ist gerade eine Menge los. „Viele Urlauber, die sonst eher im Sommer ins Ausland reisen, haben sich in diesem Jahr dazu entschieden, in Deutschland Urlaub zu machen“, erklärt Dirk Dunkelberg. Er arbeitet für den Deutschen Tourismusverband. Viele Leute hätten das Gefühl, in Deutschland sicherer vor dem Coronavirus zu sein, sagt er. Hinzukommt, dass die Regierung bei einigen Ländern davor warnt, dorthin zu reisen. Denn die Sorge vor dem Coronavirus ist noch da.

Mehr los als sonst

Dass es an manchen Urlaubsorten voller ist als gewöhnlich, sieht man etwa in den deutschen Alpen oder an den Stränden. Auch bei Ausstellungen oder für einen Platz im Restaurant muss man manchmal länger warten. Das kann auch mit den Corona-Abstandsregeln zu tun haben. „Da kann es auch schon einmal sein, dass nur eine begrenzte Anzahl Menschen an einem Ort sein können“, sagt Dirk Dunkelberg.

Für die Menschen, die in den Urlaubsorten dauerhaft leben, können die vielen Urlauber manchmal anstrengend sein. Und auch die Natur kann darunter leiden. Das passiert etwa, wenn einzelne Leute sich nicht an die Regeln halten und zum Beispiel einfach in Naturschutzgebieten zelten. Deshalb sollte man immer auch Rücksicht nehmen. Für einen entspannten Urlaub hat der Experte Dirk Dunkelberg noch Tipps. „Man kann Rad fahren, wandern, Baden gehen – an der Küste und im Alpenraum mit vielen anderen, aber natürlich auch wesentlich entspannter mitten in Deutschland, in wunderschönen Gegenden.“ Er schlägt die Lüneburger Heide und die Eifel vor. Dort sei es nicht so voll wie etwa an Nord- und Ostsee oder den Alpen.