Kindernachrichten

Vor der Kamera

Wie kommt das Wetter ins Fernsehen? Experten wie Sven Plöger erstellen die Vorhersagen aufgrund von Messdaten. Und bringen diese dann den Zuschauern nahe.

Mit dem Wetter beschäftigen sich die Fernsehmoderatoren Sven Plöger, Claudia Kleinert und Karsten Schwanke jeden Tag. Im Studio 11 der Bavaria Filmstadt in München informieren sie ihre Zuschauer an sieben Tagen in der Woche täglich und größtenteils live – also in Echtzeit – über die Wetteraussichten. Natürlich sagen sie gerne Sonnenschein voraus, aber besonders spannend finden sie die Wetterlagen, bei denen so richtig was los ist – Hagel, Sturm und Gewitter. Dann ist Sven Plöger in seinem Element.

Viele „Himmel-Hobbys“

Der ARD-Wetterfrosch und Diplom-Meteorologe hatte schon als kleiner Junge die Liebe zu Sonne, Wind, Wolken, Regen, Sturm und Schnee entdeckt. „Als ich noch zur Schule ging, haben wir in der dritten Klasse das Wetter beobachtet und auch alles aufgeschrieben,“ erinnert er sich. „Das hat mich total begeistert und ich habe damit eine ganz lange Zeit einfach so weitergemacht.“

Sein Arbeitsplatz ist seit vielen Jahren das Wetterstudio auf dem Bavaria Filmgelände in München. „Die Wettervorhersagen erstellen wir selbst,“ erklärt Sven Plöger. „Und die Grundlagen dafür sind Messdaten der Wetterstationen, Vorhersagemodelle, Radar- und Satellitenbilder aus der ganzen Welt, die unser Datenanbieter oft im Zehn-Minuten-Takt liefert.“

Und wie es sich für einen richtigen Meteorologen gehört, hat der Wetterexperte ganz viele „Himmel-Hobbys“. Für diese braucht er aber auch das schöne Wetter: Segelfliegen, Ultraleichtfliegen, Gleitschirmfliegen. Dafür sollte es nicht so stürmisch sein.

Sven Plöger hat aber auch schon richtige Unwetter miterlebt: „1999 gab es das Orkantief ,Lothar’. Unser Wetterstudio lag damals auf 1151 Meter Höhe in der Schweiz, und wir wohnten nebenan in einem Holzhaus“, erzählt er. Eine Spitzenböe von 179 Kilometern pro Stunde habe das Haus durchgeschüttelt. „Wir suchten Schutz im kleinsten und stabilsten Raum. Zu viert verbrachten wir gut gelaunt ein Stündchen in der Gästetoilette – dieses Weihnachtsfest werde ich so schnell nicht vergessen.“

Die Bavaria Filmstadt am Bavariafilmplatz 7 in Geiselgasteig bei München ist eines der größten Filmstudios Europas und hat täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Auf dem Gelände in dem Grünwalder Ortsteil werden unter anderem verschiedene Führungen und ein Erlebniskino angeboten. Im Jahr besuchen durchschnittlich etwa 350 000 Menschen die Filmstadt.

Info: Mehr Informationen unter www.filmstadt.de