Kindernachrichten

Warum frieren wir morgens beim Aufstehen?

Die neun Jahre alte Emma möchte gerne wissen: Warum ist einem oft kalt, wenn man morgens aufsteht?

Wer kennt das nicht? Viel zu früh klingelt morgens der Wecker, und dann heißt es: nichts wie raus aus den Federn! Schon im Schlafzimmer fängt man an zu frieren und auch im Bad wird es kaum wärmer. Warum das so ist, erklärt Martin Borggrefe vom Universitätsklinikum Mannheim. Der Mediziner weiß auch, was man dagegen tun kann.

Wenn man morgens aufwacht, muss der Körper erst vom „Erholungsprogramm“ Schlaf in das tägliche „Arbeitsprogramm“ wechseln, erklärt Arzt Martin Borggrefe. Denn im Schlaf war unsere Atmung viel langsamer, unser Herz musste nicht so viel arbeiten und der Blutdruck ist gesunken.

Auch die Körpertemperatur ist im Schlaf deutlich niedriger als im Wachzustand. Darum schlafen wir ja auch so gerne im kuscheligen Bett unter einer warmen Decke.

Nach dem Aufwachen muss sich der Körper erst einmal umstellen und den Kreislauf „auf Trab“ bringen. Dabei kann es ein wenig dauern, bis das Herz nach dem Aufwachen wieder kräftig pumpt und Arme und Beine, Finger und Zehen mit viel warmem Blut versorgt.

Dagegen hilft es, sich noch unter der warmen Bettdecke ein bisschen zu recken und zu strecken, erklärt Borggrefe. Durch die Bewegung kommt der Kreislauf schneller in Schwung und man friert nach dem Aufstehen nicht mehr so sehr. ble