Kindernachrichten

Warum haben wir Haare?

Archivartikel

Die zehn Jahre alte Erika aus Reilingen möchte wissen, weshalb dem Menschen Haare wachsen.

Wie Hunde oder Affen gehören auch Menschen zu den Säugetieren. Diesen gemeinsam ist, dass ihre Körpertemperatur immer gleich ist. Es gibt Lebewesen, die die Temperatur ihres Körpers an die der Umgebung anpassen können, Fische zum Beispiel. Säugetiere aber eben nicht.

Wissenschaftler sind überzeugt davon, dass wir Menschen früher auch einmal ein Fell hatten, das uns bei Kälte warmhielt. Das haben wir im Laufe unserer Entwicklung aber verloren. Vielmehr: Wir haben es vermutlich einfach nicht mehr gebraucht. Nämlich etwa ab dem Zeitpunkt, als unsere Vorfahren anfingen, aufrecht auf zwei Beinen zu gehen. Als sie auf die Jagd gingen und auch lernten, wie man ein Feuer macht, um Nahrung zuzubereiten und sich daran zu wärmen. Da wurde irgendwann die starke Behaarung am ganzen Körper zu einem Nachteil. Viel hilfreicher dagegen war es plötzlich, den Körperschweiß als Kühlmittel zu nutzen. Wir Menschen schwitzen, wenn es sehr heiß ist, und der Schweiß auf unserer Haut hat die Aufgabe, zu kühlen. Ein dickes Fell wäre da nur hinderlich.

Ein paar Haare sind uns aber noch geblieben. Im Gegensatz zu früher besteht unsere Körperbehaarung aber nur noch aus feinen Härchen, weshalb wir uns im Winter warm anziehen müssen.

Die Härchen, die wir in der Nase und den Ohren haben, aber auch Augenbrauen und Wimpern haben die Aufgabe, Fremdkörper, Staub oder Schweiß aufzufangen.

Auch unser Kopfhaar schützt uns, und zwar vor der Sonne. Bis zu 150 000 einzelne Haare hat ein Mensch auf dem Kopf, die bis zu sechs Jahre lang wachsen. ble