Kindernachrichten

Warum können Vögel zwitschern?

Archivartikel

Jetzt im Frühling zwitschern wieder die Vögel im Garten. Wie genau machen sie das nur? Das möchte Malin, 10 Jahre, von der Schillerschule in Mannheim wissen.

Ein richtiges Konzert ist das manchmal, oder? Wenn unsere Vögel von den Dächern und von den Bäumen singen, trällern und pfeifen, dann wissen wir: Es wird Frühling!

So ein Vogelgesang ist im Grunde auch nichts anderes wie unsere Menschensprache. Ein Mensch, das wisst ihr, kann mithilfe seines Kehlkopfes sprechen, also indem er einen Luftstrom erzeugt, der dann Laute hervorbringt. Bei Vögeln funktioniert das anders. Sie besitzen ein Organ, das sich Stimmkopf nennt und das für die Tonerzeugung verantwortlich ist. Dieses befindet sich viel tiefer als der Kehlkopf, der bei Vögeln nicht zur Stimmbildung gebraucht wird. Es sitzt gewissermaßen im Bauch. Und wenn Vögel dieses Organ mithilfe von Muskeln in Schwingungen versetzen, produzieren sie Laute – sie zwitschern. Und wenn Vögel das tun, dann wollen sie sich vor allem unter einander verständigen – vielleicht ja darüber, wo es gerade etwas Leckeres zu futtern gibt. Manchmal warnen sie sich aber auch vor Angreifern.

Vögel haben außerdem eine innere Uhr. Sie wissen genau, wer wann morgens mit dem Gesang loslegt. Das ist nämlich von Vogel zu Vogel verschieden. Das Rotkehlchen zum Beispiel ist ein echter Frühaufsteher und schon zur Morgendämmerung zu hören. Es singen weniger die Weibchen, sondern überwiegend die Männchen, die so ihr Revier verteidigen oder auf der Suche nach einem passenden Weibchen sind. Mit ihrem Gesang wollen Vögel also manchmal auch beeindrucken – und das gelingt ihnen, nicht wahr?