Kindernachrichten

Warum machen Bienen Honig?

Archivartikel

Sam besucht die vierte Klasse in Mannheim und möchte wissen: Aus welchem Grund produzieren Bienen Honig?

Dick aufs Frühstücksbrötchen geschmiert, einen Löffel über das Müsli oder in die heiße Milch: Honig ist lecker. Viele Menschen mögen ihn. Und Bienen auch! Sie nutzen den Honig für sich selbst – als Nahrung. Besonders im Winter. Der Honig im Bienenstock ist dann ein guter Vorrat. Bienen brauchen ihn, um zu überleben, wenn es kalt ist und nicht viel Futter zu finden ist. Und auch als Brennstoff: Dank dem Honig können die Bienen nämlich dafür sorgen, dass es im Bienenstock kuschelig warm bleibt – selbst bei Minusgraden.

Wenn im Frühling wieder die ersten Blumen blühen, schwärmen die Bienen aus. Sie gehen auf Nektarfang. Nektar, das ist ein zuckerhaltiger Saft, den die Pflanzen abgeben. Diesen sammeln die Bienen fleißig ein, um erneut Honig herzustellen. Bienen besitzen dafür einen Honigmagen: Darin wird der Nektar bereits in eine Form von Honig umgewandelt – das ist aber noch kein richtiger Honig. Die Hauptarbeit geschieht dann im Bienenstock. Es handelt sich um ein ziemlich ausgeklügeltes System, und klingt auch ein bisschen eklig. Denn die Bienen saugen den Nektar auf, schlucken ihn und würgen ihn wieder hervor. Sie spucken ihn wieder aus, um ihn an ihre Artgenossen weiterzugeben. Die Bienen vermischen so den Nektar mit ihren Körpersäften. Und das geschieht nicht nur einmal, sondern ganz oft. Es dauert eine Weile, bis so aus Nektar Honig geworden ist. Den Honig packen die Bienen dann in sogenannte Waben.

Ihr müsst keine Sorge haben, dass wir für unser Frühstück den Tieren mit dem Honig ihre Lebensgrundlage nehmen. Denn ein Bienenvolk stellt viel mehr Honig her, als es braucht.