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Warum sehen wir den Mond manchmal auch tagsüber?

Archivartikel

Milena Amato vom Sonnenscheinhort Brühl fragt sich: Warum sehen wir den Mond manchmal tagsüber - und manchmal nicht?

Am Tag scheint die Sonne, in der Nacht der Mond. Das stimmt so aber gar nicht. Wir sagen auch oft: Die Sonne geht unter, oder der Mond geht auf. Auch das ist nicht richtig. Unser Standort verändert sich nur. Die Erde dreht sich, und wenn der Ort, an dem wir uns befinden, Richtung Sonne zeigt, ist es Tag. Wenn die Erde sich dann weiterdreht, ändert sich auch unser Standort. Es wird Nacht.

Nicht nur die Erde bewegt sich, auch der Mond steht nicht still. Er wandert um unseren Planeten, einmal im Laufe von etwa vier Wochen.

Von alleine strahlt der Mond auch nicht. Er muss von der Sonne beschienen werden. Selbst nachts wechselt der Mond seine Gestalt: Manchmal ist er ein Vollmond, manchmal ein Halbmond, manchmal nur eine Sichel. Das hängt davon ab, in welchem Winkel die Sonne auf ihn trifft, während er wandert. Man spricht auch von Mondphasen.

Während seiner Wanderung um die Erde verbringt der Mond etwa die Hälfte der Zeit auf der Nachtseite, die andere Hälfte auf der Tagseite. Deshalb sehen wird ihn manchmal auch tagsüber. Allerdings wirkt er dann nicht so hell wie in der Nacht. Auch die Sterne stehen tagsüber am Himmel. Sie leuchten von selbst, werden am Tag aber von der Kraft der Sonne schlicht überstrahlt. Das menschliche Auge kann sie dann nicht sehen. ble