Kindernachrichten

Warum verpacken wir so viele Sachen in Plastik?

Archivartikel

Isabelle Gobbert, 7 Jahre alt, aus Ludwigshafen fragt sich, warum fast alles in Plastik eingepackt ist.

Wer einmal mit offenen Augen durch einen Supermarkt geht, bemerkt schnell: Fast alles ist verpackt, vieles davon in Plastik. Da verwundert es kaum, dass Deutschland im Vergleich mit anderen europäischen Ländern auf den ersten Platz liegt, was den Verpackungsmüll angeht. Im Jahr 2016 fielen pro Kopf 220,5 Kilogramm an, die lediglich für den Müll bestimmt waren.

Das Problem mit Kunststoffen ist, dass sie so lange halten und nur langsam verrotten: Hunderte von Jahren soll es teilweise dauern, bis sie vollständig zersetzt sind. Und Recycling, also eine Wiederverwertung? Das geht auch – aber nicht mit allen Arten von Kunststoffen. In der Menge und auf Dauer belastet dies also unsere Umwelt sehr.

Aber warum gibt es dann trotzdem noch Verpackungen aus Kunststoff im Supermarkt? Kunststoff hat Vorteile, etwa auch gegenüber anderen Verpackungen wie Glas oder Papier: Kunststoff schützt die Produkte beim Transport. Er ist nicht so schwer wie Glas. Lebensmittel sind darin länger haltbar. Denn Plastik verpackt diese luftdicht.

Plastik hat also auch einen Nutzen. Unnötige Verpackungen sollten aber vermieden werden. Daher hat die Europäische Union auch das Verbot von Einweg-Plastik beschlossen. Künftig soll es keine Trinkhalme oder andere Wegwerfprodukte aus Kunststoff geben.