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Welche Technik steckt hinter dem 3D-Druck?

Archivartikel

Der neunjährige Jannis Wolf aus Lampertheim-Hüttenfeld möchte wissen, wie 3D-Drucker funktionieren.

Mit dreidimensionalem Druck können, anstatt nur flach auf Papier zu drucken, Formen zum Anfassen. Dabei wird meistens Material wie Kunststoff-, Keramik- oder Metallpulver mit Hilfe von Lasern, also stark gebündeltem Licht, Schicht für Schicht verschmolzen, bis die gewünschte Form entsteht. Die Lagen sind nur hundertstel Millimeter dick, also dünner als Haare.

Dadurch, dass ganz viele davon aufeinander geschichtet werden, können dreidimensionale Formen hergestellt werden. Weil diese Schichten so dünn sind, ist es möglich, sehr kleine und detaillierte Gegenstände zu drucken.

Programmierte Befehle sagen dem Drucker, wie und wo er das Material aufschichten muss, so dass beispielsweise eine Schraube entsteht. Das funktioniert wie bei einem Bauplan.

Jeder kann sich so ein Gerät kaufen. Rund 700 Euro kostet es. Die Technik wird aber hauptsächlich von großen Firmen wie Flugzeug- oder Autoherstellern verwendet. Teile von Autos kommen oft aus dem 3D-Drucker.

Das Verfahren gibt es zwar schon seit ungefähr 30 Jahren, damals war es aber noch sehr teuer. Seit wenigen Jahren erst wird mehr auf diese Art und Weise hergestellt.

Insbesondere in der Medizin wird die Technik oft angewandt. Beispielsweise wenn ein Zahnarztpatient eine Zahnkrone braucht, wird diese mit einem 3D-Drucker hergestellt. Auch Kleider können so hergestellt werden. Manche Schuhhersteller haben vor, einen kompletten Sportschuh zu produzieren. Das hat bis jetzt aber noch niemand geschafft, nur Schuhsohlen wurden gedruckt. ham/dpa