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Wie entstehen farbige Streifen in der Zahnpasta?

Archivartikel

Anna, 10 Jahre, aus Hockenheim möchte wissen: Wie kommt der farbige Strich in die Zahnpasta?

Es gibt zwei Arten von Zahnpasta: Zum einen die Cremes, die einfarbig, zumeist weiß, aus der Tube kommen. Und dann gibt es noch die bunte Zahnpasta: Auch sie hat eine weiße Farbe, ist aber von mehreren roten, blauen oder grünen Strichen durchzogen – und sieht damit irgendwie interessanter aus. Schließlich landet die Paste im Mund, wir können sie also schmecken. Und eine Zahncreme, die aussieht wie Süßigkeiten, schmeckt bestimmt besser, als eine rein weiße Masse.

Und genau das ist der Trick der Zahnpasta-Hersteller: Farbige Streifen haben nichts mit der Qualität oder der Zusammensetzung der Creme zu tun, sie sollen das Produkt nur schöner erscheinen lassen. Für die Zähne macht es also keinen Unterschied, ob sie mit bunter oder einfarbiger Zahnpasta geputzt werden.

Nun aber zu der Frage, wie der Strich in die Zahnpasta kommt. Hierfür gibt es eine einfache Erklärung. Bei den meisten Streifenpasten entstehen die Striche tatsächlich erst beim Herausdrücken aus der Tube.

Bei der Herstellung wird die farbige Masse zuerst eingefüllt. Sie hat ihren Platz am Tubenausgang, dort befindet sich ein kurzes Röhrchen, das so ähnlich aussieht wie ein Strohhalm. Anschließend wird vom anderen Ende der Tube die weiße Paste eingefüllt. Will man seine Zähne putzen, drückt man auf die Zahnpasta-Tube. Dadurch presst sich im Inneren die weiße Paste von unten durch das Röhrchen, gleichzeitig schiebt sich die rote Paste durch seitliche Löcher in dem Röhrchen und legt sich kurz vor der Tubenöffnung auf die weiße Paste.

Egal ob die Zahnpasta weiß oder knallbunt ist – wichtig ist, dass sie mindestens zweimal am Tag zum Putzen verwendet wird, am besten nach dem Essen.